Wm 2026: human rights watch warnt vor politischem missbrauch in den usa
Weniger als zwei Monate vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 droht ein dunkler Schatten über das größte Sportereignis der Welt zu liegen. Human Rights Watch (HRW) schlägt Alarm und wirft den USA, einem der drei Gastgeberländer, zunehmenden Autoritarismus und die Instrumentalisierung der WM für politische Zwecke vor. Die Situation ist brisant, denn es geht um mehr als nur Fußball – es geht um Menschenrechte und die Integrität des Sports.
Fifa steht im kreuzfeuer der kritik
Im Mittelpunkt der Kritik steht die FIFA und ihr Präsident Gianni Infantino, der seit Monaten wegen seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump in der Kritik steht. HRW fordert den Weltverband auf, wirksame Schutzmaßnahmen für alle Personengruppen zu ergreifen, die von den vermeintlich übergriffigen Maßnahmen der US-Regierung betroffen sind. “Die WM droht zu einem Sportswashing-Fest für die Trump-Regierung zu werden”, mahnt HRW-Direktorin Minky Worden.
Die Organisation warnt davor, dass die WM zu einer Plattform für missbräuchliche Politiken gegen Einwanderer und Besucher verkommen könnte, die Rassismus, Ausgrenzung, Angst und Diskriminierung fördern. Die Beobachtungen von HRW werden durch erschreckende Zahlen untermauert: Zwischen Januar 2025 und März dieses Jahres wurden allein in den elf WM-Städten der USA und deren Umgebung mindestens 167.000 Menschen von der berüchtigten Einwanderungsbehörde ICE festgenommen. Diese Zahl spricht eine deutliche Sprache.

Ausreiseverbote und fehlende unterstützung für fans
Ein weiteres Problem: Mannschaften wie die Elfenbeinküste, Iran, Haiti und Senegal müssen voraussichtlich ohne die Unterstützung ihrer heimischen Fans auskommen, da für Personen aus diesen Ländern Einreiseverbote in die USA gelten. Das ist nicht nur ein sportlicher Nachteil, sondern auch ein Zeichen mangelnder Gastfreundschaft und Inklusion.
Die FIFA muss endlich Verantwortung übernehmen und sicherstellen, dass die WM 2026 ein Fest des Sports und der Vielfalt wird – und nicht zu einem Instrument der politischen Repression. Es geht um die Glaubwürdigkeit des Fußballs und die Achtung der Menschenrechte. Die Welt schaut genau hin, und die FIFA hat die Pflicht, zu handeln.
Die Ausrichtung der WM in den USA ist zweifellos eine Chance, das Land als Sportnation zu präsentieren. Doch diese Chance darf nicht durch politische Missstände überschattet werden. Es ist an der Zeit, dass die FIFA ein klares Zeichen setzt und die Menschenrechte über politische Interessen stellt. Denn sonst droht die WM 2026 zu einem historischen Fehltritt zu werden.
