Wm 2026: elfenbeinküste bangt um fans – visa-chaos droht!

Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA trübt sich für die Fans der Elfenbeinküste zusehends. Zahlreiche Anhänger der Nationalmannschaft, die sogenannten „Elefanten“, haben ihre Visa-Anträge abgelehnt bekommen und können somit ihre Mannschaft vor Ort nicht unterstützen – eine bittere Pille für den afrikanischen Fußball.

Enttäuschung und frustration im lager der fans

Enttäuschung und frustration im lager der fans

Noch im Frühjahr hatte der National Committee of Elephants Supporters (CNSE) mit einer Delegation von rund 500 Fans gerechnet, um die Mannschaft anzufeuern. Doch die Realität sieht anders aus: Laut Präsident Julien Kouadio Adonis erhielten lediglich einige wenige Funktionäre die begehrte Einreisegenehmigung. „Die USA haben uns klar gemacht, dass sie unsere Fans nicht hereinschlagen wollen“, so Kouadio gegenüber der Nachrichtenagentur AFP – eine Aussage, die für Entsetzen in der Fangemeinde sorgt. Die wenigen, die es geschafft haben, sollen sich um die bereits in den USA lebenden Fans kümmern.

Das Visa-Problem betrifft nicht nur die Elfenbeinküste. Schon zuvor gab es Berichte über Schwierigkeiten bei der Visa-Vergabe für somalische Schiedsrichter, die Nationalmannschaften des Iran und Südafrikas sowie den Schweizer Nationalspieler Breel Embolo. Auch schottische Fans berichteten von Problemen bei der Einreise. Der Fall Omar Artan, der trotz gültigem Visum nicht im Land bleiben durfte, sorgte erst kürzlich für zusätzliche Verwirrung und Kritik.

Ein besonders ungünstiger Zeitpunkt für die Elfenbeinküste, denn die Mannschaft gehört zur selben Gruppenphase wie die deutsche Nationalmannschaft. Zwei ihrer drei Vorrundenspiele werden in Philadelphia ausgetragen – gegen Ecuador und Curaçao. Das Duell mit dem DFB-Team findet am 20. Juni in Toronto statt. Ob die „Elefanten“ nun mit der Unterstützung ihrer Fans rechnen können, bleibt abzuwarten. Die fehlende Anhängerkulisse könnte sich negativ auf die Leistung der Mannschaft auswirken und die ohnehin schwierige Aufgabe in der Gruppenphase erschweren.

Die US-Regierung schweigt bislang zu den Vorwürfen. Es bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird, um den Fans der Elfenbeinküste die Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu ermöglichen und ein sportliches Fest für alle Beteiligten zu gewährleisten. Die fehlende Unterstützung der Fans könnte sich in den Spielen bemerkbar machen und den Kampfgeist der Mannschaft schwächen.