Wirtz-kritik schwillt an: ehemaliger premier-league-star teilt harsche meinung

Der Traum von Florian Wirtz im Liverpool-Trikot scheint sich zur Zerreißprobe zu entwickeln. Nach dem blamablen 0:4 gegen Manchester City im FA-Cup-Viertelfinale schlägt der irische Ex-Nationalspieler Tony Cascarino nun Alarm und wirft dem DFB-Star vor, mehr mit seiner Selbstdarstellung zu beschäftigt zu sein, als dem Team zu dienen. Die Diskussion um die 150 Millionen-Euro-Rekordverpflichtung heizt sich weiter auf.

Ein „selbstdarsteller“ im roten trikot

Ein „selbstdarsteller“ im roten trikot

Cascarino, der in seiner Karriere für Chelsea und Olympique Marseille spielte und 89 Mal für Irland auflief, äußerte sich in einem Gespräch mit talkSPORT regelrecht empört über Wirtz’ Auftreten auf dem Platz. „Ich habe diese kleinen Kabinettstücke von ihm satt. Er macht ständig solche Spielchen!“, wetterte der 59-Jährige. Der Vergleich mit den Harlem Globetrotters, einer legendären Show-Basketballtruppe, ist dabei wenig schmeichelhaft für den jungen Deutschen.

„Erinnert ihr euch an die Harlem Globetrotters? Das war eine Truppe, die sich selbst dargestellt hat. Wenn ich mir einige Liverpool-Spieler so anschaue, finde ich, dass Wirtz am ehesten einer ist, der mit seinen Fertigkeiten während des Spiels selbstdarstellt“, erklärte Cascarino. „Er ist ein Selbstdarsteller. So sehe ich ihn.“

Es ist wichtig zu betonen, dass Cascarino Wirtz’ Talent nicht grundsätzlich in Frage stellt. „Er ist ein enorm talentierter Junge“, räumte er ein, „das hat er auch bei Bayer Leverkusen bewiesen. Dort war er kein Selbstdarsteller. Er hat seine Dinge zwar hin und wieder gemacht, aber er hatte auch einen enormen Einfluss auf die Spielweise der Mannschaft.“

Doch in Liverpool sei es anders. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In 41 Pflichtspielen gelangen Wirtz lediglich sechs Treffer und neun Vorlagen. Im Vergleich dazu zeigte er bei Leverkusen eine deutlich überzeugendere Leistung. Die bittere Niederlage gegen Manchester City hat die Debatte um seine Einsatzbereitschaft und seinen Einfluss auf das Spiel der Reds neu entfacht.

Die Frage, ob der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte das Geld wert ist, wird in Liverpool nun lauter diskutiert. Während die Fans sich nach mehr Torgefahr und Einfluss im Spiel sehnen, bleibt abzuwarten, ob Wirtz seinen Kritikern das Gegenteil beweisen kann. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um sein Schicksal auf der Insel zu besiegeln. Die Erwartungen sind immens, der Druck steigt.