Wirtz und liverpool zerstören gala – psg wartet im viertelfinal-fegefeuer

Florian Wirtz lief zu seinem Freund Szoboszlai, legte den Arm um dessen Schulter und grinste wie ein Kind, das gerade das erste Mal ohne Stützräder fährt. 4:0 gegen Galatasaray, 4:1 nach 180 Minuten – das 0:1 aus dem Hinspiel war vergessen, die Anfield-Road hatte ihren Schrei gehört.

Salah jagt geschichte – und trifft

Der Ägypter verwandelte den zweiten Versuch nicht vom Punkt, aber den dritten aus dem Spiel heraus. Sein Tor zum 3:0 war gleichzeitig die 50. Vollendung eines Afrikaners in der Königsklasse. Kein Fußbewegung verschenkt, kein Meter Laufarbeit umsonst. Salah jagt nicht mehr, er schreibt.

Der Rückstand war Makulatur, sobald Ekitiké nach 52 Minuten einköpfte. Sekunden später schob Gravenberch nach – 2:0 wurde 4:0 im Kopf, bevor der Ball überhaupt im Netz zappelte. Gala-Keeper Cakir hatte noch die Hände in der Luft, da stand schon der nächste Gegner vor ihm: Paris Saint-Germain, Titelverteidiger, Mbappé-Show, Selbstvertrauen in Dosen von 200 Litern.

Barça fegt newcastle weg – atletico folgt mit kämpferischem rückwärtsgang

Barça fegt newcastle weg – atletico folgt mit kämpferischem rückwärtsgang

Während in Liverpool die Trommeln drohnten, hatte Barcelona schon den siebten Treffer versenkt. 7:2 gegen Newcastle, Lewandowski mit Doppelpack, Yamal mit Penalty, Fermín López mit dem sechsten – und das alles, bevor in Madrid Álvarez und Hancko die 2:3-Niederlage bei Tottenham erlaubten, weil das 5:2 vom Hinspiel wie ein Panzer wirkt.

Für Hansi Flick geht die Reise nach Madrid, für Wirtz nach Paris. Drei deutsche Nationalspieler stehen noch im Rennen: Wirtz, der lacht, Gündogan, der 90 Minuten auf der Gala-Bank saß, und der schon längst ausgeschiedene Antonio Rüdiger. Drei unterschiedliche Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: das Finale am 31. Mai im Münchner Olympiastadion.

Die K.-o.-Bühne lügt nicht. Wer hier überlebt, hat entweder Tempo oder Temperament. Liverpool besitzt beides. PSG wird die nächste Feuerprobe, aber nach dieser zweiten Hälle glaubt niemand mehr an Grenzen. Anfield glaubt an sich selbst – und Wirtz glaubt an den Ball, der ihm immer öfter auf den Fuß springt wie ein Hund, der endlich nach Hause kommt.