Winterthur am tiefpunkt: abstiegskampf droht – defensive katastrophal!

Der FC Winterthur steht kurz vor dem Abgrund. Bereits am kommenden Sonntag könnte der enttäuschende Gang in die Challenge League besiegelt sein. Die Alarmglocken schrillen ohrenbetäubend, denn die Defensive der Eulachstädter präsentiert sich in einer alarmierenden Form.

Die defensive als achillesferse

Torwart Stefanos Kapino kann kaum für die katastrophalen Leistungen seiner Vorderleute verantwortlich gemacht werden. Er steht in einem Sturm, den er kaum abwehren kann. Die Abwehrreihe wirkt nicht nur unsicher, sondern auch schlichtweg überfordert. Einziger Lichtblick: Ein Sieg des Grasshopper Clubs Zürich gegen den Servette FC am Sonntag würde die Situation für Winterthur existenziell machen, da der Abstieg dann besiegelt wäre.

Historische dimensionen des dilemmas

Historische dimensionen des dilemmas

Die aktuelle Defensive des FC Winterthur ist nicht einfach nur schlecht – sie ist historisch schlecht. Mit bereits 91 Gegentoren in lediglich 35 Spielen übertrifft der FCW nahezu alle Negativrekorde der jüngeren Super-League-Geschichte. Allein in der Saison 2009/10 kassierte die AC Bellinzona in 36 Spielen 92 Gegentore. Die Differenz ist somit minimal. Die Tessiner retteten sich damals in der Barrage gegen den Lokalrivalen FC Lugano. Doch die Winterthurer übertreffen diese Leistung bereits jetzt deutlich.

Die CIES-Studie, die die Anzahl der Gegentore pro 90 Spielminuten in den europäischen Top-Ligen analysiert, zeigt das Ausmaß des Problems: Mit 2,42 Gegentoren pro 90 Minuten führt der FC Winterthur diese unrühmliche Statistik an. Nur Heracles Almelo aus der Niederlande weist mit 2,39 Gegentoren einen vergleichbaren Wert auf. Das sagt mehr aus als tausend Worte.

Auch die jüngsten Spiele verdeutlichen die Misere. Gegen den FC Zürich kassierte der FCW in jeder Begegnung mindestens zwei Gegentore. Sollte diese Tendenz sich am Samstagabend fortsetzen, würde der FC Winterthur in der Liste der Mannschaften mit den meisten Gegentoren den traurigen Platz an der Spitze übernehmen.

Trainer Patrick Rahmen steht vor einer Mammutaufgabe. Die Mannschaft muss sich defensiv fundamental neu ausrichten, wenn der FC Winterthur noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben will. Die aktuelle Situation ist desaströs, und die kommenden Spiele werden zeigen, ob der FC Winterthur seine Abwärtsspirale noch stoppen kann oder ob der Abstieg in die Challenge League unausweichlich ist. Die Fans können nur hoffen, dass ihre Mannschaft noch einmal einen unglaublichen Kraftakt vollbringt.