Wimbledon-schock: krawietz/pütz verpassen finale!

Ein jähes Ende für das deutsche Tennis-Doppel in Wimbledon: Kevin Krawietz und Tim Pütz müssen ihre Hoffnungen auf den ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel begraben. Im Halbfinale unterlagen sie Marcelo Arevalo und Mate Pavic in zwei Sätzen – ein herber Rückschlag für das Spitzendoppel.

Die verlorene chance auf geschichte

Die verlorene chance auf geschichte

Die Erwartungen waren hoch: Krawietz und Pütz hätten als erstes rein deutsche Duo seit Philipp Petzschner vor 16 Jahren die Möglichkeit gehabt, Wimbledon zu gewinnen. Doch Arevalo/Pavic waren einfach zu stark. Das 6:7 (8:10) im ersten Satz war bereits ein Vorgeschmack auf die folgenden Probleme, im zweiten Satz folgte dann ein deutliches 2:6. Die Enttäuschung bei den deutschen Spielern war groß, die Unterstützung der Fans im All England Club konnte an diesem Tag nichts ändern.

Es ist besonders bitter, da Krawietz und Pütz in den letzten Monaten eine beeindruckende Entwicklung gezeigt hatten. Nach dem verlorenen Finale der US Open im vergangenen Jahr sicherten sie sich bei den ATP-Finals in Turin den Sieg – ein Beweis für ihre Klasse und ihren unbedingten Willen. Doch gegen Arevalo und Pavic fanden sie einfach nicht in ihren Rhythmus. Die Kombination aus präzisen Schlägen und taktischer Finesse der Gegner erwies sich als unüberwindbar.

Ein Blick zurück auf deutsche Wimbledon-Helden: Michael Stichs Doppeltriumph mit John McEnroe im Jahr 1992 wirkt nun in weiter Ferne. Auch Petzschners Erfolg mit Jürgen Melzer vor 16 Jahren ist ein Ansporn, aber auch eine Erinnerung daran, wie schwer es ist, an der Spitze des Tennis zu bestehen. Krawietz’s Auftritt im Mixed-Doppel mit Venus Williams, der bereits in der ersten Runde endete, deutet auf eine Phase der Unsicherheit hin.

Die Niederlage wirft Fragen auf: Kann das deutsche Doppel aus dieser Enttäuschung gestärkt hervorgehen? Die kommenden Turniere werden zeigen, ob Krawietz und Pütz ihre Form wiederfinden und ihre Ambitionen auf einen Grand-Slam-Titel neu entfachen können. Die Konkurrenz im internationalen Tennis schläft nicht, und der Weg zurück an die Spitze wird sicherlich nicht einfach.