Wimbledon 2026: zverev bricht den fluch – deutsches doppel vor historischem finaleinzug

Zwei Jahre lang hat Alexander Zverev gegen Taylor Fritz verloren. Sieben Mal. Am Mittwoch auf dem Centre Court von Wimbledon brach der Hamburger endlich den Bann – und marschierte ins Halbfinale ein. Doch das ist nur eine von mehreren deutschen Geschichten, die diese Woche in London geschrieben werden.

Krawietz und pütz: zwei siege vom traum entfernt

Während Zverev seine persönliche Dämonen austrieb, lieferten Kevin Krawietz und Tim Pütz eine Meisterklasse im Doppel ab. Das Duo besiegte die Franzosen Doumbia und Reboul 7:5, 7:6 – und steht damit zum zweiten Mal nach 2023 im Halbfinale des All England Club.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 1 Stunde 53 Minuten Spielzeit, null Satzverlust. Die beiden Davis-Cup-Partner haben sich in den vergangenen Monaten zu einem der stärksten Doppel-Teams der Welt gemausert. Ihr größter gemeinsamer Titel? Die ATP Finals 2024. Ein Grand-Slam-Sieg fehlt noch.

Im Halbfinale wartet nun das Duo Marcelo Arévalo und Mate Pavic – eine harte Nuss, aber keine unlösbare Aufgabe. Die Kroatin Pavic gilt als einer der bestigen Doppel-Spieler der Gegenwart, doch Krawietz und Pütz haben bewiesen, dass sie mit den Großen mithalten können.

Arthur fery: das märchen, das niemand erwartet hatte

Arthur fery: das märchen, das niemand erwartet hatte

Während die deutschen Akteure für Furore sorgen, hat sich in Wimbledon ein britischer Shootingstar aus dem Nichts katapultiert. Arthur Fery, Weltranglisten-114, schlug Flavio Cobolli mit 6:4, 7:6, 6:0 – und das ohne auch nur einen Moment nervös zu wirken.

Fery brauchte eine Wildcard, um ins Hauptfeld zu rutschen. Jetzt steht er im Halbfinale. Seine Gegnerin? Alexander Zverev. Das Duell zwischen dem erfahrenen deutschen Olympiasieger und dem britischen Außenseiter verspricht Spannung pur.

Frauen-halbfinale: neue namen, altes wimbledon

Frauen-halbfinale: neue namen, altes wimbledon

Im Einzel der Frauen steht eine Premiere bevor: Egal wer gewinnt – es wird eine erste Wimbledon-Siegerin geben. Coco Gauff trifft auf Karolina Muchova, Marta Kostyuk auf Linda Noskova. Keine der vier hat je das Endspiel in London erreicht.

Kostyuk lieferte gegen Jasmine Paolini eine Demonstration: 6:3, 6:2 in 67 Minuten. Die Ukrainerin spielte nahezu fehlerfrei. Noskova hatte gegen Elise Mertens mehr Mühe, nutzte aber nur einen von zehn Breakbällen – eine Schwäche, die im Halbfinale teuer werden könnte.

Die deutsche Tenniswoche in Wimbledon ist noch nicht vorbei. Zverev gegen Fery, Krawietz/Pütz gegen Arévalo/Pavic – zwei deutsche Hoffnungen, ein Turnier, das Geschichte schreibt.