Wildcats patzen: playdown-auftakt gegen neckarsulm geht schief!

Halle-Neustadt – Ein bitterer Start in die Playdowns der Handball-Bundesliga: Die Wildcats von Union Halle-Neustadt haben am Donnerstagabend gegen die Sportunion Neckarsulm eine knappe und unglückliche Niederlage kassiert. Das 30:34 lässt die Fans enttäuscht zurück und wirft Fragen auf, ob die Mannschaft von Ines Seidler den Abstiegskampf erfolgreich meistern kann.

Die anfangsphase: ein kampf auf augenhöhe

Die Partie begann vielversprechend für die Wildcats. Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Bis zur zwölften Minute stand es stets eng, wobei die Wildcats mit ihrer aggressiven Deckung und schnellen Angriffen immer wieder für Gefahr sorgten. Doch Neckarsulm ließ sich nicht abschütteln und hielt den Anschluss.

Ein entscheidender Moment war die Phase zwischen der 22. und 28. Minute. Die Gäste aus Neckarsulm zogen mit einem konzentrierten Spiel auf 14:9 davon. Doch die Wildcats zeigten Moral und kämpften sich mit einem furiosen 5:1-Lauf zurück ins Spiel. Mit einem knappen Rückstand von 15:16 ging es in die Pause. Die Halle fieberte!

Der zweite durchgang: fehler kosten punkte

Der zweite durchgang: fehler kosten punkte

Nach der Halbzeitpause schien die Halle kurzzeitig die Oberhand zu gewinnen. Lynn Molenaar brachte die Wildcats mit einem Treffer in Führung. Doch dann deuteten sich die Probleme an. Die Abwehr wurde anfälliger, die Angriffe unorganisierter. Neckarsulm nutzte die Fehler der Gastgeberinnen eiskalt aus und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Ein besonders bitterer Moment war die Phase um die 50. Minute, als die Gäste durch einen 5:0-Lauf auf 29:23 davonzogen.

Die letzten Minuten waren von Ergebniskosmetik geprägt. Obwohl die Wildcats alles gaben, konnten sie den Rückstand nicht mehr aufholen. Das Endergebnis von 30:34 spiegelt die verpasste Chance wider, einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf einzufahren.

Die Niederländerin Lynn Molenaar war mit sieben Toren beste Werferin der Wildcats. Bei Neckarsulm traf Paulina Uscinowicz am häufigsten (10).

Was nun? Die Wildcats müssen sich schnell von dieser Niederlage erholen und sich auf die Auswärtspartie gegen den VfL Oldenburg konzentrieren. Dort gilt es, den Schwung zurückzugewinnen und den direkten Wiedergutmachungsversuch zu starten. Der Kampf um den Klassenerhalt ist noch lange nicht entschieden, aber dieser Fehlstart macht die Situation deutlich schwieriger.