Whoop-armband jetzt offiziell erlaubt: atp zieht nach
Das Bild ging um die Welt: Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, die beiden besten Tennisspieler des Planeten, mussten mitten im Turnier ihr Armband abnehmen – auf Anweisung des Schiedsrichters. Bei den Australian Open 2026 sorgte das Whoop-Gerät für einen handfesten Regelstreit, der die gesamte Tennisszene aufwirbelte. Jetzt ist die Sache geklärt. Die ATP hat die Freigabe der ITF übernommen und das Whoop-Armband offiziell für alle Turniere zugelassen.
Was bei den australian open wirklich passierte
Sinner stand im Achtelfinale gegen Tommy Paul, als Stuhlschiedsrichterin Marija Cicak ihn aufforderte, das Armband zu entfernen. Alcaraz erging es kurz darauf genauso: Schiedsrichter Gregory Allensworth fragte ihn vor dem Match gegen Luciano Darderi direkt, ob er ein Whoop trage – und schickte ihn dann los, es abzunehmen. Der Grund: Tennis Australia, der unabhängige Veranstalter des Grand Slams, hatte das Gerät verboten. Und das, obwohl die ITF es bereits Ende Dezember 2025 genehmigt hatte.
Genau da lag der Knackpunkt. Die Spieler fühlten sich sicher, weil die internationale Dachorganisation grünes Licht gegeben hatte. Aber Tennis Australia ist ein eigenständiger Verband – und der sah das anders. Das Ergebnis: Weltranglisten-Erste, die wie Schuljungen ihre Armbänder ablegen müssen. Die Reaktionen aus dem Spielerlager ließen nicht lange auf sich warten.

Die atp zieht jetzt offiziell mit
Seit Rotterdam gilt die neue Regel. Der ATP-Rat hat beschlossen, die Palette erlaubter Wearables zu erweitern und deren Nutzung auf dem Platz ausdrücklich zu genehmigen. Indian Wells – das Masters-1000-Turnier, das vom 4. bis 15. März läuft – ist damit das erste große Turnier, bei dem das Whoop-Armband offiziell erlaubt ist. Kein Schiedsrichter wird mehr einschreiten. Kein Spieler muss mehr mitten im Warm-up pausieren.
Die ATP formulierte es so: „Der Rat hat eine Regel verabschiedet, die die Palette zulässiger Wearables und deren Nutzung auf dem Platz bei ATP-Wettbewerben erweitert.
