Whitecaps patzen: müller-comeback schmeckt nicht süß!
Vancouver – Ein bitterer Abend für die Vancouver Whitecaps: Trotz des Comebacks von Thomas Müller und einer starken Leistung in der ersten Halbzeit, mussten sich die Kanadier in Houston Dynamo FC mit 0:1 geschlagen geben. Guilherme traf in der Nachspielzeit und zunichtemachte so die Hoffnungen auf einen Sieg.

Müller wirkte blass, takaoka sah rot
Das Spiel verlief insgesamt sehr zerfahren, wobei die Whitecaps versuchten, das Spiel zu kontrollieren. Doch Müller, der nach einer Erkrankung wieder in die Startelf zurückkehrte, fand kaum Anschluss und wirkte weitestgehend blass. Seine 77 Minuten auf dem Platz waren geprägt von wenigen Aktionen und lediglich 38 Ballkontakten. Ein einziger Abschluss deutet auf seine fehlende Durchschlagskraft hin.
Die Situation wurde in der 63. Minute dramatisch, als Torwart Yohei Takaoka die rote Karte sah. Der Platzverweis schockierte die Whitecaps und zwang sie, das Spiel in Unterzahl zu bestreiten. Houston nutzte die Überzahl prompt aus, um den Druck zu erhöhen und schließlich den Siegtreffer zu erzielen.
Die Entscheidung fiel in der fünften Minute der Nachspielzeit, als Guilherme mit einem präzisen Schuss die Whitecaps in die Knie zwang. Die Enttäuschung im Team war nach dem Spiel deutlich spürbar, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Müller, ein erfahrener Spieler wie er, kaum in der Lage war, das Spiel zu beeinflussen.
Es ist ein Fakt: Die Whitecaps haben zwar immer noch die bessere Tordifferenz und teilen sich mit den Earthquakes den ersten Platz in der Western Conference, doch dieser unerwartete Ausrutscher könnte sich als kostspielig erweisen. Die Konkurrenz schläft nicht und die Whitecaps müssen sich schnell wieder fangen, wenn sie ihre Position an der Spitze behaupten wollen. Die Frage ist, ob Müller in den kommenden Spielen wieder zu alter Stärke finden kann und ob die Abwehr nach dem Platzverweis von Takaoka stabil genug ist, um den Druck standzuhalten.
