Werner startet verlustreich: san jose kassiert heim-blamage gegen seattle

18.251 Fans in der PayPal Park-Enge, ein verkauftes Haus – und am Ende ein einziges Gesicht voller Frust. Timo Werner kam, sah und verlor: Beim 0:1 gegen Seattle Sounders schlurfte der frisch verpflichtete Ex-Leipziger nach seiner ersten Startelf-Premiere mit den San Jose Earthquakes vom Platz. Die Niederlage ist Programm, die Bilanz bleibt dünn.

Rothrock trifft früh, werner bleibt blass

Paul Rothrock schockte die Gastgeber schon nach 20 Minuten mit einem satten Linksschuss aus 14 Metern. San Jose antwortete mit viel Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft. Werner suchte die Tiefe, lief sich fest, wurde regelrecht eingezäunt. Kein Tor, keine Vorlage – das kontrastiert schmerzhaft mit seinen beiden Joker-Einsätzen zuvor, als er direkt an zwei Treffern beteiligt war.

Trainer Bruce Arena stellte um auf 4-2-3-1, um den deutschen Sprinter besser in Szene zu setzen. Die taktische Kurve schlug jedoch nach hinten um: Seattle presste früh, verengte die Räume, und Werner sah kaum Laufschneisen. Die Statistik liest sich gnadenlos: 24 Ballkontakte, 0,11 erwartete Tore, 3 von 8 Zweikämpfen gewonnen.

Die west-conference spaltet sich

Die west-conference spaltet sich

Mit nur einem Punkt aus vier Partien rutschen die Earthquakes auf den letzten Tabellenplatz. Seattle hingegen klettert auf Rang drei und untermauert den Playoff-Anspruch. Die Debatte um Werner dürde sich verschärfen: Ein Designated Player muss Spiele drehen, nicht nur mitwirtschaften. Doch der 30-Jährige steht vor demselben Problem wie in Leipzig – seine größte Waffe, die explosive Tiefe, wird durch tief stehende Gegner entwaffnet.

Die Kalifornier haben nun sieben Tage, die Defensiv-Fragen zu klären, bevor es nach Portland geht. Werner selbst wird vor allem eines mitnehmen: Erleichterung, dass das erste Startelf-Feuerwerk vorbei ist. Die Liga ist schneller, rauer, unversöhnlicher. Und sie vergebt keine Halbwertigkeiten.