Werder bremen: thioune bleibt – auch bei abstieg?
Bremen atmet auf, aber die Rettung ist noch lange nicht sicher: SV Werder Bremen steht im Abstiegskampf vor einer nervenaufreibenden Endphase. Dennoch gibt es einen Lichtblick für die Grün-Weißen: Trainer Daniel Thioune könnte trotz möglicher Klasserabstiegs an der Weser weiterarbeiten.

Sportchef fritz zeigt vertrauen in thioune
Clemens Fritz, der Sportchef des SV Werder Bremen, äußerte sich äußerst positiv über die Arbeit des 51-jährigen Trainers. „Ich sehe, wie er mit der Mannschaft arbeitet, was für eine Ansprache er hat, welche Klarheit er ausstrahlt und welche inhaltliche Tiefe er einbringt“, so Fritz. Diese Aussagen lassen vermuten, dass die Vereinsführung mit Thiounes Leistungen bisher sehr zufrieden ist, selbst angesichts der prekären Tabellenlage.
Die jüngsten Erfolge, insbesondere der 3:1-Sieg gegen den Hamburger SV, haben die Hoffnung auf ein Happy End im Abstiegskampf neu entfacht. Obwohl Werder Bremen weiterhin nur fünf Zähler vor dem FC St. Pauli liegt und das schlechtere Torverhältnis hat, hat sich die Situation durch den Sieg im Nordderby zumindest etwas entspannt. Die Konkurrenz, bestehend aus HSV, Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln, ist ebenfalls in Abstiegsgefahr, was die Spannung bis zum letzten Spieltag garantiert.
Ein Blick auf die Zahlen: Thioune hat bisher zehn Bundesliga-Spiele für Werder Bremen verantwortet – die Hälfte der Anzahl, die sein Vorgänger Horst Steffen absolvierte. Während beide Trainer vier Siege einfuhren, weist Thioune einen deutlich besseren Punkteschnitt von 1,2 gegenüber 0,95 auf. Besonders auffällig ist, dass Werder Bremen unter Thioune stets in Führung ging, wenn sie drei Punkte holten – ein positives Zeichen für die taktische Ausrichtung des Teams. Allerdings ist die Quote nach einem Rückstand schlechter als unter Steffen.
Trotz der defensiven Stabilisierung und einer leicht verbesserten Chancenverwertung (28 Prozent gegenüber 22 unter Steffen) leidet Werder weiterhin unter Offensivproblemen. Die Anzahl der Torschüsse und erzielten Tore ähnelt jedoch weiterhin der Zeit unter Steffen. Das bevorstehende Restprogramm mit Spielen gegen Stuttgart, Augsburg, Hoffenheim und Dortmund wird Thioune und seine Mannschaft vor große Herausforderungen stellen.
Sollte Werder Bremen die Klasse halten, gilt die Zukunft von Daniel Thioune demnach als gesichert. Im Falle eines Abstiegs hätte der Verein jedoch auch ein Kündigungsrecht im Vertrag des Trainers. Doch die Worte von Clemens Fritz lassen wenig Zweifel daran: Die Vereinsführung setzt auf Kontinuität und vertraut auf die Fähigkeiten von Daniel Thioune, um die Mannschaft auch in Zukunft voranzubringen.
