Werder bremen in der krise: sportpsychologin fordert mehr leichtigkeit
Werder bremen in der krise: sportpsychologin fordert mehr leichtigkeit
Die Situation bei Werder Bremen ist ernst. Nach zwölf sieglosen Spielen in Folge steckt das Team von Trainer Daniel Thioune tief im Abstiegskampf. Sportpsychologin Frauke Wilhelm analysiert die Situation und gibt Tipps, wie die Bremer aus der Misere finden können. Es geht darum, wieder Leichtigkeit ins Spiel zu bringen.
Die düstere serie und ihr einfluss
Die lange Serie ohne Sieg hinterlässt psychische Spuren. „Zwölf nicht gewonnene Spiele machen eine Art dunkle Wolke“, erklärt Wilhelm. „Es ist schwer für die Stimmung und macht alles etwas schwieriger. Das macht die Beine ein bisschen schwerer im Training und auch den Optimismus und die mentale Stärke schwieriger.“ Der Fokus verlagere sich auf das, was nicht funktioniert, statt auf die vorhandenen Stärken.

Angst als kontraproduktiver faktor
Wilhelm warnt davor, den Druck auf die Spieler weiter zu erhöhen. „Sportler sind in der Regel ehrgeizig genug, dass man ihnen nicht noch mehr Druck und Angst machen muss. Angst wirkt hier eher kontraproduktiv.“ Vielmehr gelte es, eine positive Atmosphäre zu schaffen und den Spaß am Spiel wiederzufinden. Die Sorge um den Verein und die persönliche Zukunft belasten die Spieler zusätzlich.

Thioune und die rolle der führungsspieler
Trainer Daniel Thioune steht vor der Herausforderung, seine Mannschaft aus dem Tief zu führen. Wilhelm betont die Bedeutung von Kommunikation und Wertschätzung. „Es ist wichtig, dass der Trainer die Sorgen und Ängste seiner Spieler ernst nimmt und ihnen das Gefühl gibt, dass er sie versteht und unterstützt.“ Auch der Mannschaftsrat sei in dieser Phase entscheidend.

Der fokus auf das gemeinsame ziel
Entscheidend für Wilhelm ist, dass die Spieler das gemeinsame Ziel in den Vordergrund stellen. „Was können wir hier gemeinsam erreichen? Was bedeutet das für uns als Team, aber auch für jeden Einzelnen?“ Die Motivation, sich für Folgeverträge zu empfehlen, dürfe ebenfalls nicht unterschätzt werden.
Das nordderby als erster test
Das kommende Spiel gegen den FC St. Pauli wird ein wichtiger Gradmesser sein. Es zeigt, inwieweit Werder Bremen die ersten Schritte aus der Krise geschafft hat. Wilhelm sieht jedoch auch, dass ein anstrengender Weg vor den Bremern liegt. „Wenn der Teamgeist an sich stimmt, geht es darum, dass die Spieler sich untereinander zusammenraufen und zusammensetzen.“
Weitere entwicklungen bei werder bremen
Neben den sportlichen Herausforderungen gab es auch in den letzten Tagen weitere Nachrichten von Werder Bremen. Dazu gehören der Tod von Vereinslegende Sepp Piontek, die Situation von Torwart Mio Backhaus und die finanziellen Konsequenzen für das Abbrennen von Pyrotechnik im Nordderby gegen den HSV.
