Wembanyama verletzt: spurs-hoffnungen auf awards gefährdet?
Schock in San Antonio: Victor Wembanyama, der Shootingstar der Spurs, verletzte sich im Heimspiel gegen die Philadelphia 76ers an den Rippen. Das Duell endete zwar mit 115:102 für die Texaner, doch der Ausfall des jungen Franzosen wirft einen langen Schatten auf die weiteren Ambitionen des Teams – und insbesondere auf seine persönlichen Award-Chancen.

Ein zusammenstoß, der alles verändert könnte
Die Szene, die zu der Verletzung führte, war alles andere als elegant: Bei einem Konterspiel, etwa 10:47 Minuten vor der Pause, kam es zu einem harten Zusammenstoß zwischen Wembanyama und dem Sixers-Forward Paul George. Der 22-Jährige spielte die Aktion zunächst zu Ende, verschwand dann aber in der Kabine, um sich versorgungs medizinisch versorgen zu lassen. Ein kurzzeitiger Abstecher auf die Bank konnte den Ernst der Lage nicht verbergen, als er nur 44,3 Sekunden vor der Halbzeit erneut in die Umkleide beordert wurde.
Die Minutenfrage: Ein Wettlauf gegen die Zeit Wembanyama bestritt in dieser Partie lediglich 15:40 Minuten – eine Zahl, die für die Spurs-Fans und vor allem für Wembanyamas persönliche Ziele von großer Bedeutung ist. Denn: Um für die Postseason-Awards, insbesondere den prestigeträchtigen Defensive Player of the Year Award, weiterhin in Frage zu kommen, benötigt er in einem der verbleibenden drei Saisonspiele mindestens 20 Minuten Einsatzzeit. Eine Ausnahme von der 20-Minuten-Regel wird Spielern gewährt, die bereits mindestens 15 Minuten absolviert haben – und dieser Hürde ist Wembanyama nun knapp gekommen.
Seine Leistung in der kurzen Einsatzzeit war dennoch beeindruckend: 17 Punkte, fünf Rebounds und drei Blocks. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache und unterstreichen seine dominante Rolle in der Spur-Mannschaft. Er führt das Team nicht nur in der Punkte- (24,9 pro Spiel), sondern auch in den Rebounds- (11,6) und Block-Kategorien (3,1) an. Als ernsthafter MVP-Kandidat hatte er die Liga im Sturm erobert.
Lo que nadie cuenta es: Vor dem Spiel hatte Wembanyama eine bemerkenswerte Serie hingelegt – drei Partien in Folge mit mindestens 30 Punkten, 15 Rebounds und drei Blocks. Diese Leistung ist seit 1973:74 die zweitlängste ihrer Art, nur Shaquille O'Neal gelang 1999 eine noch längere Serie. Ein abruptes Ende für eine bemerkenswerte Vorstellung.
Wie schwer die Rippenprellung tatsächlich wiegt, ist derzeit noch unklar. Die Spurs müssen nun bangen, dass ihr Franchise-Player für mehrere Spiele ausfällt – und damit nicht nur ihre Chancen auf die Playoffs, sondern auch Wembanyamas individuelle Awards gefährdet sind. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um das Ausmaß der Verletzung zu bestimmen und die weiteren Schritte zu planen. Die NBA hält den Atem an.
