Wembanyama patzt: spurs verlieren finals-debüt gegen knicks
San Antonio – Ein Debüt, das Victor Wembanyama sich anders vorgestellt hat: Die San Antonio Spurs haben das erste Spiel der NBA-Finals gegen die New York Knicks mit 95:105 verloren. Obwohl der Rookie-Star mit 26 Punkten und 12 Rebounds statistisch führte, deutete seine Leistung auf mehr als nur eine einzelne Zahl hin – nämlich auf eine Enttäuschung, die er offen zur Schau stellte.

Die freiwurflinie rettet wembanyama, die defense versagt
Die Statistik mag gut aussehen, aber sie erzählt nicht die ganze Geschichte. Wembanyama war kaum in der Lage, seine Würfe erfolgreich zu verwandeln: Nur sechs von 21 Schüssen fanden ihr Ziel. Sechs Turnover kamen hinzu, eine beachtliche Anzahl für einen Spieler, der normalerweise für seine Präzision bekannt ist. Die Spurs-Offensive wirkte insgesamt zerfahren, und die Verteidigung gegen Karl-Anthony Towns und Mitchell Robinson ließ zu wünschen übrig. Wembanyama selbst räumte ein: „Ich war heute einfach schlecht. So einfach ist das.“
Die Knicks nutzten die Schwächen der Spurs gnadenlos aus, insbesondere in der zweiten Halbzeit. Die physische Spielweise der New Yorker bereitete Wembanyama erhebliche Probleme. „Jedes Team verteidigt eben anders“, kommentierte der Franzose, zeigte aber keine Anzeichen von Panik. Vielmehr kündigte er an, eine Lösung zu finden: „Ich werde einen Weg finden.“ Diese Aussage klingt weniger nach einer bloßen Behauptung, sondern eher nach einer Kampfansage an die Knicks und an sich selbst.
Die Spurs haben bereits in der Vergangenheit Rückstände in Serien aufgeholt, was ihnen jetzt Mut machen sollte. Das Conference-Finale gegen Oklahoma City war ein Beweis dafür. Aber die Finals sind eine andere Liga, eine andere Bühne. Für Wembanyama war es die erste Erfahrung auf höchstem Niveau, obwohl er betont, dass dies keine Entschuldigung für seine Leistung darstellt. „Natürlich hat sich das besonders angefühlt, aber das darf nicht einmal im Ansatz eine Entschuldigung dafür sein.“
Die Spurs haben die Chance zur Revanche bereits in der Nacht auf Samstag (2:30 Uhr), wenn das zweite Spiel in San Antonio stattfindet. Es wird erwartet, dass Wembanyama, gestärkt durch die Analyse seiner Fehler, wieder vorangehen wird. Er wird sich anpassen, er wird punkten – und er wird zeigen, dass die Spurs noch nicht abgeschrieben werden können. Denn eines ist klar: Wembanyama wird nicht zulassen, dass diese Niederlage seine Saison definiert.
