Weltmeisterschaft in den usa: influencer riskieren abschiebung!
Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft in den USA wird getrübt: US-amerikanische Zöllner warnen vor rigorosen Konsequenzen für Content Creator und Influencer, die ins Land einreisen, um über das Turnier zu berichten. Wer dabei gegen die Einwanderungsbestimmungen verstößt, riskiert eine sofortige Abschiebung.

Visa-missbrauch droht bei millionenbesuchern
Rund eine Million Besucher werden voraussichtlich in die USA reisen, um die 78 Spiele der Weltmeisterschaft zu verfolgen. Ein erheblicher Teil davon sind unabhängige Content Creator, TikToker, Instagrammer, YouTuber und Journalisten, die ihre Erfahrungen und Eindrücke mit ihren Followern teilen möchten. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass Reisende mit einem Touristenvisum (B-2) nicht arbeiten oder für Tätigkeiten im Land Vergütung erhalten dürfen. Das Erstellen von Inhalten, insbesondere wenn daraus Einnahmen generiert werden, gilt als unzulässige Beschäftigung.
Das Problem liegt auf der Hand: Viele Influencer nutzen ihre Social-Media-Kanäle, um über das Turnier zu berichten und dadurch Einkommen zu erzielen. Die CBP macht deutlich, dass dies eine Verletzung der Visabestimmungen darstellt und schwerwiegende Folgen haben kann. Es ist ein Balanceakt: Einerseits der Wunsch, die Weltmeisterschaft aus einer persönlichen Perspektive zu dokumentieren, andererseits die strikten Regeln der US-Einwanderungsbehörden.
Es gibt jedoch Schlupflöcher. Wenn die Social-Media-Konten im Heimatland der Influencer erstellt wurden und die Zahlungen außerhalb der USA eingehen, könnte eine rechtliche Auseinandersetzung vermieden werden. Die spanische Fernsehgesellschaft TVE hat bereits einige Content Creator, wie Darío Eme Hache, Lucía Borro und Marina Rivers, offiziell akkreditiert, um über die Weltmeisterschaft zu berichten – ein Vorbild, dem andere Medien folgen könnten.
Die Situation wird durch den Fall von Khaby Lame, einem der weltweit bekanntesten TikToker, noch verschärft. Der senegalsisch-italienische Influencer wurde im Juni 2025 am Flughafen von Las Vegas festgenommen, weil er sein Visum überzogen hatte. Obwohl er sich selbst deportierte, dient der Vorfall als Mahnung für alle Content Creator, die in die USA reisen.
Die AIPS, die internationale Vereinigung der Sportjournalisten, hat bereits Bedenken hinsichtlich der restriktiven Visabestimmungen geäußert, die von der US-Regierung erteilt werden. Auch der somalische Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan wurde bei dem Versuch, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, abgewiesen. Die Kontroverse um die Einreisebestimmungen wirft einen Schatten auf das ansonsten positive Interesse an der Weltmeisterschaft in den USA.
Die US-Behörden zeigen deutlich: Wer in den USA arbeitet, benötigt das entsprechende Visum. Die Weltmeisterschaft mag die Faszination für den Fußball befeuern, doch für Content Creator und Influencer gilt es, die rechtlichen Rahmenbedingungen genau zu beachten, um eine unerwünschte Abschiebung zu vermeiden.
