Welcke-zwillinge: deutschlands eishockey-hoffnung bei olympia
- Lilli und luisa welcke: olympia-traum wird wirklichkeit
- Ein besonderes gefühl: olympia-teilnahme
- Der weg zum olympia-ticket: ein entscheidender sieg
- Eishockey-leidenschaft: vom zufall zur berufung
- Herausforderungen und unterstützung
- Usa-erfahrung und die ncaa
- Die vorteile der kleineren eisfläche
- Blick in die zukunft: pwhl und olympia
Lilli und luisa welcke: olympia-traum wird wirklichkeit
Mit nur 23 Jahren sind Lilli und Luisa Welcke bereits feste Größen in der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Ihr Beitrag zum ersten Olympia-Ticket seit 2014 ist unbestritten. Die beiden Schwestern, die in der NCAA für die Boston University spielen, blicken voller Vorfreude auf die Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Ein besonderes gefühl: olympia-teilnahme
Obwohl die Welcke-Zwillinge an hohen Leistungsdruck gewöhnt sind – sie haben bereits an einer WM teilgenommen und spielen in einer der weltweit bedeutendsten Eishockey-Ligen – ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen etwas ganz Besonderes. "Es ist sehr aufregend, das hier alles zu erleben", sagt Lilli Welcke. Ihre Schwester Luisa ergänzt: "Es ist natürlich etwas ganz anderes, für sein Land zu spielen, als für seine Uni. Es ist immer aufregend, den deutschen Adler zu tragen."

Der weg zum olympia-ticket: ein entscheidender sieg
Das entscheidende Qualifikationsspiel gegen Ungarn endete mit einem 2:1-Sieg für Deutschland. Beide Tore erzielten Lilli und Luisa Welcke und sicherten der Mannschaft damit die Teilnahme am olympischen Turnier. "Es war natürlich ein sehr schöner Moment für uns beide. Man kann gar nicht in Worte fassen, wie groß die Freude war an diesem Tag", erinnert sich Luisa Welcke. Das Team habe als Einheit gespielt, weil alle den Traum von Olympia teilen.

Eishockey-leidenschaft: vom zufall zur berufung
Die Karriere der Welcke-Zwillinge begann eher zufällig. Ursprünglich wollten sie mit ihrer älteren Schwester Lea gemeinsam an einem Tennis-Camp teilnehmen. Da es dort keinen freien Platz mehr gab, entschieden sich die Eltern für ein Eishockey-Camp. Alle drei Schwestern waren begeistert und blieben dem Eishockey treu. Sie probierten zwar noch andere Sportarten aus, wie Fußball, Tennis oder Volleyball, aber die Leidenschaft für das Eis blieb bestehen.

Herausforderungen und unterstützung
Der Weg war nicht immer einfach. Als Mädchen hatten Lilli und Luisa oft Schwierigkeiten, sich in den Vereinen durchzusetzen. Mit 12 Jahren wechselten sie nach Heilbronn, wo sie von Trainer Luigi Calce unterstützt wurden. Er behandelte sie wie jeden anderen Spieler und gab ihnen die gleichen Möglichkeiten. Auch die Eltern spielten eine wichtige Rolle und unterstützten ihre Töchter stets.
Usa-erfahrung und die ncaa
Nach der Juniorinnen-Nationalmannschaft gingen Lilli und Luisa in die USA, um dort zu studieren und Eishockey zu spielen. Zuerst besuchten sie die Kent School und später das Ridley College. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten kehrten sie kurzzeitig nach Deutschland zurück, bevor sie 2022 wieder in die USA gingen und seit 2023 für die BU Terriers in Boston spielen.

Die vorteile der kleineren eisfläche
In der NCAA wird Eishockey auf einer kleineren Eisfläche gespielt als in Europa. "Da das Eis kleiner ist, ist mehr Geschwindigkeit drin. Du hast weniger Zeit und mehr Druck", erklärt Lilli Welcke. Luisa ergänzt: "Bei Olympia ist eigentlich eine ziemlich große Eisfläche üblich, aber hier in Mailand ist das Eis relativ klein." Diese Gegebenheiten könnten den Welcke-Zwillingen zugutekommen.
Blick in die zukunft: pwhl und olympia
Nach ihrem Studium streben die Welcke-Zwillinge eine Karriere in der PWHL, der professionellen Liga in den USA und Kanada, an. Im Moment liegt der Fokus jedoch auf den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina. Am Freitag trifft die Nationalmannschaft im ersten Vorrundenspiel auf Schweden. Mit ihrer Zwillings-Power wollen sie einen erfolgreichen Start ins Turnier schaffen.
Quelle: swr SWR Eishockey Sport
