Welche zitrusfrüchte nierensteine verhindern – und welche nicht

Wer schon einmal einen Nierenstein hatte, weiß: Das ist kein Spaß. Der Schmerz kann so stark sein, dass nichts mehr geht – kein Sport, kein normales Leben, manchmal nicht mal das Aufstehen. Eine aktuelle Übersichtsstudie zweier Forscher hat jetzt untersucht, welche Zitrusfrüchte dabei helfen können, dieses Leiden zu verhindern – und welche das Risiko sogar erhöhen. Die Ergebnisse sind überraschend konkret.

Die studie, die ernährungsmythen auf den kopf stellt

Yazeed Barghouthy von der Sorbonne in Paris und Bhaskar Somani vom University Hospital Southampton haben sich durch die vorhandene Forschungsliteratur gearbeitet und dabei etwas herausgefunden, das viele nicht erwarten würden: Nicht jede Zitrusfrucht wirkt gleich. Weit davon entfernt.

Hydration ist das eine. Aber was man isst – und trinkt –, spielt eine mindestens genauso große Rolle bei der Entstehung von Nierensteinen. Wer das ignoriert, riskiert am Ende einen Krankenhausaufenthalt.

Das risiko steckt im detail: welche frucht schadet den nieren

Das risiko steckt im detail: welche frucht schadet den nieren

Grapefruitsaft steht im Fokus der Kritik. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Konsum von Grapefruitsaft das Risiko für bestimmte Arten von Nierensteinen erhöhen kann. Der genaue Mechanismus wird noch erforscht, aber die Hinweise sind klar genug, um aufzuhorchen – besonders für Menschen mit einer familiären Vorbelastung.

Orangensaft als natürlicher schutzschild

Orangensaft als natürlicher schutzschild

Auf der anderen Seite steht Orangensaft – und der sieht dabei richtig gut aus. Der enthaltene Citrat-Anteil hemmt die Kristallbildung im Urin, die letztendlich zu Nierensteinen führt. Das ist kein Volksmedizin-Märchen, das ist Biochemie. Citrat bindet Kalzium im Urin und verhindert so, dass es sich mit Oxalat zu gefährlichen Ablagerungen verbindet.

Zitronensaft zeigt ähnliche Effekte, auch wenn die Studienlage hier etwas dünner ist. Als Ergänzung zur täglichen Flüssigkeitszufuhr macht er trotzdem Sinn.

Was das für den alltag bedeutet

Wer Sport treibt – und das ist für uns bei TSV Pelkum Sportwelt der Normalzustand –, schwitzt. Wer schwitzt, verliert Flüssigkeit. Wer zu wenig trinkt, konzentriert seinen Urin. Und konzentrierter Urin ist der ideale Nährboden für Nierensteine. Ein Glas Orangensaft nach dem Training ist also keine schlechte Idee. Grapefruitsaft hingegen sollte man zumindest nicht täglich und in großen Mengen konsumieren – besonders dann nicht, wenn man genetisch vorbelastet ist.

Die Botschaft dieser Studie ist eindeutig: Nicht alle Zitrusfrüchte sind gleich. Und manchmal entscheidet die Wahl des richtigen Safts darüber, ob man seinen nächsten Wettkampf auf dem Platz bestreitet – oder in der Notaufnahme wartet.