Wehen wiesbaden: aufstiegsträume zerplatzen nach blamablem auftritt!

Aachen – Der SV Wehen Wiesbaden muss sich nach einer ernüchternden 0:3-Niederlage bei Alemannia Aachen realistisch eingestehen, dass der Aufstieg in dieser Saison wohl nur noch ein ferner Traum ist. Die Leistung der Wiesbadener war schlichtweg inakzeptabel, wie Trainer Daniel Scherning und die Spieler nach dem Spiel deutlich machten.

Kinderfußball statt aufstiegsfight?

Kinderfußball statt aufstiegsfight?

Die erste Halbzeit war ein Debakel. Mika Schroers erzielte für Aachen einen Hattrick, wobei die Wehen-Defensive ihm viel zu leicht das Leben baute. Niklas May, Justin Janitzek und Torwart Noah Brdar gehörten nicht zu den glänzendsten Figuren des Tages. Ein katastrophaler Fehlpass von Sascha Mockenhaupt ebnete den Weg zum 0:2, und die gesamte Abwehr ließ beim 0:3 die Daheimgebliebenen im Stich. „So wie wir heute in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, gewinnst du in der 3. Liga keinen Blumentopf“, kritisierte Scherning unmissverständlich. Abwehrspieler Florian Hübner brachte es auf den Punkt: „Wir haben Kinderfußball gespielt.“

Die zweite Halbzeit zeigte zwar eine leichte Stabilisierung, doch die Entscheidung war bereits gefallen. Die neun Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz drei und die schwierige Auswärtstbilanz machen die Mission Aufstieg nahezu unmöglich. Die Hessen scheinen im Mittelfeld der Liga zu verschwinden, wo sie – zu Recht – hingehören, wie Scherning selbst anerkannte.

Ein riesiger Dämpfer für die Fans

Die Hoffnung auf eine positive Wende ist jedoch nicht gänzlich gestorben. Am Mittwoch empfängt Wehen Havelse, und Scherning kündigte personelle Veränderungen an. „Für Mittwoch wird es wichtig sein, Frische und ein paar andere Spieler auf den Platz zu bekommen“, so der Trainer. Der Konkurrenzkampf für die verbleibenden sieben Spieltage ist eröffnet.

Doch eines steht fest: Der Aufstiegskampf ist in weite Ferne gerückt. Der Traum ist geplatzt, und die Wiesbadener Fans müssen sich mit dem Mittelfeldplatz zufrieden geben. Die Frage ist nun, ob aus dieser Demütigung eine Lektion gelernt wird, um in der kommenden Saison erneut anzugreifen.