Wagner: keine wehmut, sondern reife gespräche!
Ein Jahr nach seinem Abschied vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Wechsel zum FC Augsburg wirkt Sandro Wagner überraschend entspannt. Der 38-Jährige beteuert, keine Gewissheit über den Verlust der Nationalmannschaft zu verspüren – ein Statement, das im Nachgang zur verpassten Weltmeisterschaft in Nordamerika für Aufsehen sorgt.
Die heim-em als karriere-höhepunkt
Wagner, der bei der Heim-EM 2024 noch als Co-Trainer an der Seitenlinie stand, blickt positiv auf seine Zeit im DFB zurück. „Für mich war es der Hammer“, schwärmt er in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Er betont, wie wertvoll die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und Spielern wie Toni Kroos, Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan war. Die Möglichkeit, mit solchen Top-Leuten zu arbeiten und unter Druck zu trainieren, habe ihn als jungen Trainer enorm weitergebracht. Auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler schätzt er sehr.
Doch die Freude über die Erfahrungen im DFB konnte die Enttäuschung über die kurze Zeit beim FC Augsburg nicht ausgleichen. Nach nur zehn Punkten aus zwölf Spielen und dem schnellen Ausscheiden im DFB-Pokal wurde Wagner im Dezember entlassen – ein Schritt, den er nun als Fehleinschätzung einordnet. Seine Äußerungen abseits des Platzes sorgten zudem immer wieder für negative Schlagzeilen.

Neuer job? wagner nimmt sich zeit
Obwohl er betont, jederzeit bereit gewesen zu sein, wiederzuanfassen, genießt Wagner aktuell die Zeit, um in Ruhe Gespräche zu führen. „Ich finde es gerade ganz reizvoll“, erklärt er und deutet an, dass er sich nicht unter Druck setzt, schnell einen neuen Verein zu finden. Die Weltmeisterschaft hat er von der Tribüne aus verfolgt, ohne große Nostalgie oder Bedauern.
Die kurze und turbulente Zeit in Augsburg scheint Wagner jedoch als wertvolle Lektion gedient zu haben. Er hat gelernt, dass Erfolg im Fußball nicht nur von sportlichen Leistungen abhängt, sondern auch von der Fähigkeit, mit Kritik umzugehen und sich den Erwartungen anzupassen. Die Zukunft wird zeigen, ob er diese Erfahrung nutzen kann, um seinen nächsten Karriereschritt erfolgreich zu gestalten.
