Von sapporo nach bormio: spaniens skibergsteiger jagen olympia-gold

Von sapporo nach bormio: spaniens skibergsteiger jagen olympia-gold

Die Schneedecke von Sapporo weicht der eisigen Piste von Bormio. Der Wechsel vom alpinen Ski-Slalom zum atemlosen Sprint des Skibergsteigens markiert einen historischen Moment. Von der präzisen Schwungtechnik am Hang zur agilen Zickzack-Bewegung zwischen den "Diamanten", dem Aufstieg mit Fellen, dem Abnehmen und dem finalen Abfahrtsrausch. Ein Sprung von 13. Februar 1972 bis zum 19. Februar 2026. Von Paquito Fernández Ochoa zu Oriol Cardona. Spanien träumt an diesem Donnerstag von seinem zweiten Gold bei Olympischen Winterspielen.

Skibergsteigen feiert olympia-premiere

Die Aufnahme des Skibergsteigens ins olympische Programm erhöht die Chancen auf einen erneuten Triumph. Der spanische Berg- und Kletterverband, der als einziger spanischer Verband sowohl bei Sommer- als auch bei Winterspielen vertreten ist, möchte an die Erfolge von Tokio anknüpfen, wo Alberto Ginés als erster olympischer Champion an der Sportkletterwand Geschichte schrieb. Es gilt, die Medaillenreihe fortzusetzen, die 2018 mit Javi Fernández (Eiskunstlauf) und Regino Hernández (Snowboardcross) begann und 2022 mit Queral Castellet (Snowboard Halfpipe) weitergeführt wurde.

Oriol cardona: der top-favorit

Oriol cardona: der top-favorit

Oriol Cardona, der spanische Hoffnungsträger, blickt konzentriert auf den bevorstehenden Sprint: "Ich versuche, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, es ist ein Rennen wie viele andere. Ich fühle mich stark." Der doppelte Welt- und Europameister, dominierender Sieger im Weltcup (Gesamtsieg 2025 und 22 Podestplätze, 13 Siege aus 40 Rennen seit 2018) steht im Fokus aller Aufmerksamkeit. Er weiß um den Druck, und hat gelernt, ihn in Motivation zu verwandeln.

Vorbereitung und mentale stärke

Vorbereitung und mentale stärke

„Um Sportler zu sein, muss man viele Faktoren bewältigen, und einer davon ist der Druck. Wenn ich ihn nicht gut handhaben könnte, sollte ich nicht hier sein. Ich habe daran gearbeitet, ihn in Motivation zu verwandeln, um noch etwas mehr aus mir herauszuholen,“ betont Cardona. Die Vorbereitung umfasste intensive Trainingsphasen, darunter ein dreiwöchiger Aufenthalt in Sierra Nevada, eine Konzentration in Stelvio in 2.700 Metern Höhe und ein Monat in Tignes. Im Sommer erwies sich das Fahrrad als sein bester Trainingspartner.

Unterstützung von kilian jornet

Unterstützung von kilian jornet

Ana Alonso, ebenfalls Teil des spanischen Teams, fühlte sich durch Lindsey Vonn inspiriert: „Ihr Comeback nach einer schweren Verletzung hat mir gezeigt, dass alles möglich ist. Wenn sie es geschafft hat, kann ich es auch.“ Die Skibergsteiger-Gemeinschaft profitiert von der Erfahrung von Kilian Jornet, einem Weltklasse-Trailrunner und Skibergsteiger. Jornet ist Teil des Trainerteams und bringt seine taktische und mentale Expertise ein. Das Team arbeitet virtuell zusammen, mit Andrés Arroyo als Haupttrainer, Víctor López als Datenanalyst und Jornet als Mentor.

Familientradition und teamgeist

Auch Ot Ferrer wurde durch seine Familie zum Skibergsteigen inspiriert. Er begann im Verein Mountain Runners in Berga. Ferrer gewann bereits 2020 Doppelbronze bei den Jugendspielen im Sprint und Mixed Relay. Cardona verdankt seinen Ehrgeiz seinem Vater, Joan Cardona, der ebenfalls im Laufsport und Skibergsteigen erfolgreich war. Die Teamarbeit und die Unterstützung durch Jornet sind entscheidend für den Erfolg des spanischen Teams. Das Mixed Relay am 21. Februar bietet eine weitere Chance auf eine Medaille. Cardona und Alonso wollen an ihre Erfolge im Weltcup anknüpfen.

Die Vorfreude auf die Wettkämpfe in Bormio ist groß. Spanien ist bereit, erneut Geschichte zu schreiben.