Voigtmann-debakel: pesic demontiert weltmeister nach nur 85 sekunden!
Schock in München: Johannes Voigtmann, der gefeierte Weltmeister von 2023, wird von Bayern-Trainer Svetislav Pešić auf die Bank degradiert – und das auf brutale Weise. Nach lediglich 85 Sekunden Einsatzzeit und einem vermeintlichen Fehler wurde der Routinier in der BBL-Partie gegen Chemnitz von Pesic aus dem Spiel genommen. Ein Signal, das im Profisport selten so unmissverständlich ist.

Die bittere wahrheit hinter dem weltmeistertitel
Die Situation spitzt sich für den 33-jährigen Voigtmann zu. Während er in der Euroleague bereits kaum mehr eine Rolle spielte – beim Sieg in Mailand saß er die komplette Partie auf der Bank –, kam der Tiefpunkt nun in der heimischen Liga. Pesic, der scheinbar die Leistungen über alles stellt, ließ den Fan-Liebling trotz seiner Vergangenheit links liegen. „Er war Weltmeister. Ich war auch Weltmeister. Im Spitzensport existiert die Vergangenheit nicht“, erklärte der Coach trocken.
Ein Knorpelschaden und eine schwierige Rückkehr
Voigtmann kehrte nach der EM mit einer Knieverletzung zurück, einem Knorpelschaden, der seine Leistungen beeinträchtigt. Der lange Ausfall und die anschließende Operation im September machen es ihm schwer, an die frühere Form anzuknüpfen. Doch die harte Behandlung durch Pesic wirft Fragen auf: Ist die Knieverletzung wirklich das alleinige Problem, oder spielen andere Faktoren eine Rolle?
Bayern-Präsident Herbert Hainer äußerte sich zwar verhalten zu der Situation: „Diese Situation ist für mich schwer einzuschätzen und auch Sache der sportlichen Leitung.“ Er betonte aber auch, dass Voigtmanns Knieverletzung eine nicht ganz einfache Belastung darstelle. Die Frage bleibt, ob die Verpflichtung gegenüber Leistung wirklich über alles gestellt werden darf, wenn ein Spieler mit einer Verletzung kämpft.
Die Demütigung in der BBL-Partie gegen Chemnitz, wo er nach weniger als zwei Minuten das Feld verlassen musste, ist für den Weltmeister ein harter Schlag. Ob Voigtmann in den Playoffs überhaupt eine Chance auf Einsatzzeit haben wird, ist fraglich. Seine nächste Möglichkeit, sich zu beweisen, bietet sich am Dienstag gegen Ludwigsburg.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Voigtmann, einst eine feste Größe im Bayern-Team, ist zum Schatten seiner selbst geworden. Ein Weltmeister, der auf der Bank schmort – ein trauriges Bild für den deutschen Basketballsport. Und ein Weckruf für die Verantwortlichen, die nun handeln müssen, um den erfahrenen Spieler nicht endgültig zu verlieren.
