Vogts warnt dfb: überheblichkeit trügt!
Ein Schock für den deutschen Fußball: Berti Vogts, Europameistertrainer von 1996, hat nach dem klaren Sieg gegen Curacao (7:1) vor Selbstüberschätzung gewarnt. Der Auftakt zur WM mag beeindruckend gewesen sein, doch für Vogts war es lediglich ein „Trainingskick“, der die Gefahr birgt, die Konzentration zu verlieren.
Die gefahr des frühen triumphes
„Ich muss es leider so hart sagen: Ein solches Spiel trägt zwar das Siegel WM, aber es war kein echtes WM-Spiel“, schrieb der 79-Jährige in seiner Kolumne für die Rheinische Post. Vogts betonte, dass das Ergebnis eine dringende Überprüfung der „aufgeblähten WM“ erforderlich mache. Er fragt sich, ob diese Ausdehnung der Weltmeisterschaft wirklich jemandem dient.
Der ehemalige Bundestrainer hat bittere Erinnerungen an die WM 1994, als seine Mannschaft nach einem überheblichen Auftreten bereits im Viertelfinale gegen Bulgarien (1:2) sang- und klanglos unterging. Die Mannschaft hatte sich bereits im Halbfinale gegen Italien gesehen, was letztlich zu Nachlässigkeit und einem unerwarteten Ausscheiden führte. „Luftschlösser sind gefährlich bei einer WM“, mahnte Vogts eindringlich.

Kap verdes überraschung ändert nichts an der warnung
Das überraschende Unentschieden von Kap Verde gegen Spanien spielte Vogts beim Verfassen seines Kommentars noch keine Rolle. Er bleibt bei seiner Ansicht, dass die deutsche Mannschaft sich nicht von einem einzelnen Erfolg blenden lassen dürfe. „Pflicht erfüllt mit viel Spielfreude, abhaken. Wir müssen auf dem Teppich bleiben“, so der erfahrene Coach.
Die Warnung Vogts kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Erwartungen an die deutsche Mannschaft hoch sind. Es bleibt abzuwarten, ob sein Appell Gehör findet und die Mannschaft den Fokus auf die kommenden Herausforderungen richtet. Denn eines ist klar: Überheblichkeit ist der größte Feind eines jeden Teams bei einer Weltmeisterschaft.
