Vogel jagt grand slam: aachener reit-spektakel beginnt!
Aachen – Die Soers bebt! Am Wochenende treffen sich die weltbesten Springreiter zu einem hochkarätigen Turnier, das in diesem Jahr unter einem anderen Stern steht. Während Dressur und Vielseitigkeit pausieren, liegt der Fokus ganz auf den Adrenalin-geladenen Sprüngen – und Richard Vogel will mitmischen.
Einzigartige atmosphäre im „mekka des pferdesports“
Einzel-Europameister Richard Vogel blickt erwartungsvoll auf das Turnier, das unter dem Namen „TSCHIO“ ausgetragen wird. „Aachen verbinde ich mit einigen der emotionalsten Momente meiner Karriere“, erklärt der 29-Jährige. Die besondere Atmosphäre, die Vogel als „unglaubliches Gefühl vollgepackt mit Adrenalin und Gänsehaut“ beschreibt, ist nicht der einzige Grund für die Anreise der internationalen Elite. Auch die lukrativen Preisgelder spielen eine entscheidende Rolle.
Die Weltmeisterschaften im Sommer (11. bis 23. August) lassen ein reguläres CHIO in Aachen dieses Jahr ausfallen. Doch die Top-Springreiter der Welt, darunter Olympiasieger Christian Kukuk, lassen sich davon nicht abschrecken. Fast das gesamte Who’s Who des Springsports ist am Start – nur ein Reiter aus den Top 25 der Welt fehlt. Das Turnier bietet eine einmalige Chance, sich in der prestigeträchtigen Rolex Grand Prix Serie zu beweisen.

Der weg zum grand slam: vogel im visier
Am Sonntag steht mit dem Großen Preis von Aachen (12.30/14.45 Uhr, WDR und ARD) der nächste Rolex Grand Prix an. Diese Serie ist im Reitsport unübertroffen. Für Vogel, der als Sieger des letzten Springens anreist, ist es eine Chance, seinem Traum vom Grand Slam einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Nur wer drei Majors in Folge gewinnt, darf sich diesen Titel sichern und über Boni in Millionenhöhe jubeln. Bisher gelang dies seit der Einführung der Serie 2013 nur dem zweimaligen Mannschafts-Olympiasieger Scott Brash (Großbritannien).
„Ich bin mir bewusst, wie groß die Herausforderung ist“, gibt Vogel zu. Doch er hofft auf das nötige Quäntchen Glück. Ein Sieg in Aachen würde ihm nur noch einen Erfolg beim nächsten Event in Kanada trennen. Die Augen werden am Sonntag besonders auf ihn gerichtet sein, während er versucht, die Konkurrenz zu übertrumpfen und seinen Platz in der Reitsportgeschichte zu festigen. Die Soers verspricht ein Wochenende voller Spannung und atemberaubender sportlicher Höhepunkte.
