Vlahovic bleibt bei juve – barça schaut in die röhre

Der große Transferpoker um Dusan Vlahovic nimmt eine überraschende Wendung – und Barça zieht dabei den Kürzeren. Wochenlang galt der 26-jährige Serbe als heißester Kandidat für die Nachfolge von Robert Lewandowski an der Nou Camp. Jetzt ist die Luft raus. Die Kontakte zwischen dem Stürmer und den Katalanen sollen seit Wochen eingefroren sein, Barcelona verfolgt längst andere Wege.

Juves stiller vorstoß hinter den kulissen

Während Barça zögerte, handelte Juventus. Laut Gazzetta dello Sport traf sich die Vereinsführung der Alten Dame zuletzt mit Milos Vlahovic, dem Vater und Berater des Stürmers. Thema: eine Vertragsverlängerung bis 2028. Kein Gerücht, kein Ballon d'essai – ein konkretes Gespräch. Und Milos Vlahovic soll den Klubbossen dabei versichert haben, dass sein Sohn noch mit keinem anderen Verein handelseinig ist.

Das ist eine wichtige Botschaft. Seit dem 1. Januar darf Vlahovic offiziell mit Interessenten verhandeln – sein Vertrag läuft im Sommer aus. Dass der Vater diese Karte nicht gespielt hat, um Druck aufzubauen, sondern stattdessen Loyalität signalisiert, sagt einiges über die aktuelle Stimmungslage im Lager des Spielers.

Das gehalt bleibt der knackpunkt

Das gehalt bleibt der knackpunkt

Einfach wird die Verlängerung trotzdem nicht. 12 Millionen Euro netto pro Saison kassiert Vlahovic derzeit – eine Summe, die Juventus nicht mehr stemmen will. Der Klub peilt eine Reduzierung auf 7 Millionen Euro an. Fast eine Halbierung. Ob ein Spieler in seiner besten Schaffenszeit das akzeptiert, ist eine andere Frage.

Genau hier liegt der Spielraum für alle anderen Interessenten. Wer bereit ist, näher an die aktuellen Konditionen heranzukommen, könnte das Rennen noch drehen. Barça gehört offenbar nicht mehr dazu – die Spanier sind hoch verschuldet und suchen nach einer Billiglösung für den Sturm. Ein ablösefreier Vlahovic wäre ideal gewesen. Nur: Sein Gehalt passt nicht ins Sparmodell der Katalanen.

Traumziele, die sich keiner leisten kann

Traumziele, die sich keiner leisten kann

Barças Sturmproblem bleibt ungelöst. Julián Álvarez von Atlético Madrid gilt intern als Wunschlösung – ein Transfer ist aber kaum realisierbar. Omar Marmoush von Manchester City steht ebenfalls auf der Liste, ist finanziell jedoch genauso schwer zu holen. Die Katalanen träumen groß, zahlen können sie wenig.

Vlahovic dagegen hat die Optionen auf seiner Seite. Juve kämpft um ihn, Barcelona ist abgesprungen, und der Transfermarkt öffnet sich offiziell erst im Sommer. Für einen Stürmer, der ablösefrei zu haben ist und in der Serie A regelmäßig trifft, wird es noch einige Interessenten geben. Die Frage ist nicht, ob er ein Angebot bekommt – sondern ob Juve bereit ist, den Preis zu zahlen, um ihn zu halten. 7 Millionen statt 12: Das ist kein Kompromiss, das ist eine Kampfansage.