Vittozzi stoppt aufhörspekulationen: mindestens ein jahr skijagd-karriere
Die Olympia-Heldin von Antholz zieht sich nicht zurück. Lisa Vittozzi stellt in Kontiolahti klar: Sie wird mindestens eine weitere Saison im Weltcup starten – und damit die Nachwuchs-Konkurrentinnen weiter auf Trab halten.

Endlich ruhe statt abschied
Die 31-jährige Italienerin hatte nach Gold in Antholz selbst ein Fragezeichen gesetzt. Jetzt sagt sie: „Alle fürchten, ich würde aufhören, aber das wird nicht passieren.“ Das Statement war so klar wie der frische Pulverschnee Finnlands.
Die Zeitung „Gazzetta dello Sport“ veröffentlichte das Interview nur wenige Stunden vor dem Weltcup-Auftakt in Kontiolahti. Vittozzi zeigt sich gelassen: „Ich möchte mindestens noch ein Jahr genießen.“ Eine konkrete Vertragslaufzeit verrät sie nicht. Das ist bewusst offen, denn vier Jahre bis Olympia 2030 seien „eine Ewigkeit“.
Die Biathletin fuhr nach ihrem Triumph direkt in eine Blockhütte – ohne Handy, ohne Medienrummel. „Nur die Geräusche der Natur“, sagt sie. Nach den Rennen in Kontiolahti, Otepää und Oslo zieht sie sich wieder zurück. Dann will sie „einfach nur Ruhe“.
Für die Konkurrenz heißt das: Die Laufzeiten bleiben hart. Vittozzi gehört zu den wenigen Athletinnen, die sich auf Schnee und Schießstand gleichermaßen verlassen können. Ihre Entscheidung verzögert den Generationswechsel im italienischen Team um mindestens zwölf Monate.
Die Fans in Kontiolahti werden sie am Wochenende erleben. Danach geht’s für Vittozzi in den wohlverdienten Urlaub – und danach zurück auf die Loipe. Schluss ist eben doch erst mal kein Schluss.
