Vingegaard übersteht horror-sturz: kann er den toumalet bezwingen?
Ein Massensturz kurz vor dem Ziel der fünften Etappe der Tour de France hat Jonas Vingegaard in Atem gehalten – doch der Däne schüttelt den Zwischenfall ab und richtet seinen Blick auf die Pyrenäen. Der Col du Toumalet, einer der legendärsten Anstiege der Rundfahrt, steht vor der Tür, und mit ihm die erste große Chance für einen Vergleich mit Tadej Pogacar.
Die schrecksekunde in pau: ein knappes entkommen
Die bisherige Tour de France verlief für Vingegaard alles andere als reibungslos. Nach dem Verlust des Gelben Trikots an Pogacar auf der dritten Etappe und einer Klimaanlagenpanne im Teambus folgte am Mittwoch der beinahe verhängnisvolle Sturz. Nur 5,5 Kilometer vor dem Ziel in Pau geriet Vingegaard in einen Massensturz, der zahlreiche Sprinter und Mitfavoriten in Mitleidenschaft nahm. Dank der schnellen Reaktion seines Teamkollegen Victor Campenaerts und einer kraftvollen Aufholjagd konnte Vingegaard ohne Zeitverlust ins Ziel kommen – ein glücklicher Umstand, wie Ralph Denk, Teamchef von Bora-hansgrohe, im eigenen Podcast betonte: „Genau an solchen Tagen kann man die Tour de France verlieren oder ausscheiden.“

Der col du toumalet: eine zerreißprobe für die klassiker
Die sechste Etappe, das einzige echte Pyrenäen-Teilstück der Tour 2026, wird zur echten Härtetest für die Fahrer. Zwei ikonische Anstiege aus der Tour-Geschichte erwarten die Peloton, darunter der Col d'Aspin, an dem Fabian Wegmann 2006 als bislang einziger Deutscher die Spitze erreichte. Den krönenden Abschluss bildet der Schlussanstieg in den Gavarnie-Kessel, der bisher noch nie Teil der Tour war.
Die Strecke beginnt bereits ab Kilometer 106 mit der Herausforderung. Der Col d'Aspin bei 1489 Metern Höhe führt hinauf zum Tourmalet, der mit seinen 17,1 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von 7,3 Prozent eine der anspruchsvollsten Prüfungen der Rundfahrt darstellt. Obwohl der Schlussanstieg mit 18,7 Kilometern lang ist, ist die durchschnittliche Steigung von lediglich 3,7 Prozent relativ moderat.
Vingegaard liegt aktuell 7:53 Minuten hinter dem Gesamtführenden Torstein Träen aus Norwegen. Doch die Pyrenäen sind unberechenbar – und Vingegaard hat bewiesen, dass er auch aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgehen kann. Der kampf um das Gelbe Trikot ist noch lange nicht entschieden.
