Vingegaard trotzt rückschlägen: pyrenäen-showdown in sicht!
Die Luft in den Pyrenäen knistert vor Spannung – und Vingegaard atmet auf. Nach einer turbulenten Auftaktphase bei der Tour de France stellt der dänische Herausforderer klar: Er ist bereit für den entscheidenden Duell mit Pogacar.
Ein team im kampfmodus: visma – lease a bike bewältigt widrigkeiten
Die Reise von Jonas Vingegaard zur möglichen dritten Tour-Krone verlief keineswegs reibungslos. Zunächst verlor er das Gelbe Trikot an den haushohen Favoriten Tadej Pogacar, dann sorgte ein Ausfall der Klimaanlage im Mannschaftsbus für unangenehme Verspätungen. Doch der größte Schock ereignete sich am Mittwoch: Ein Massensturz 5,5 Kilometer vor dem Ziel in Pau zwang Vingegaard, auf dem Rad seines Teamkollegen Victor Campenaerts ins Ziel zu kommen – ohne Zeitverlust, ein Glücksfall, der das Team immens erleichtert.
Ralph Denk, Teamchef von Bora-hansgrohe, brachte seine Erleichterung im teameigenen Podcast zum Ausdruck: „Genau an solchen Tagen kann man die Tour de France verlieren oder ausscheiden.“ Seine Worte unterstreichen die prekäre Lage, in der sich die Fahrer befinden.

Die pyrenäen stellen die nächste hürde: col du tourmalet und gavarnie-gèdre
Schon morgen steht die sechste Etappe an, ein echtes Pyrenäen-Teilstück, das als eine Art Zwischenbilanz dienen wird. Zwei legendäre Anstiege – der Col d’Aspin, an dem 2006 Fabian Wegmann als einziger Deutscher die Spitze erreichte, und der Tourmalet mit seinen 17,1 Kilometern bei durchschnittlich 7,3 Prozent Steigung – werden die Fahrer an ihre Grenzen bringen. Der Schlussanstieg in den Kessel von Gavarnie-Gèdre, der erstmals in der Tour-Geschichte befahren wird, verspricht ein dramatisches Finale.
Die durchschnittliche Steigung von 3,7 Prozent mag zwar nicht herausfordernd wirken, doch die Länge von 18,7 Kilometern wird die Beine der Profis schwer beanspruchen. Vingegaard liegt aktuell 7:53 Minuten hinter dem Gesamtführenden Torstein Träen aus Norwegen zurück – eine Distanz, die er mit einem starken Auftritt in den Pyrenäen deutlich verkürzen könnte. Die Konzentration ist jetzt gefragt, die Nerven müssen blank bleiben. Die Tour de France ist noch lang, und Vingegaard hat gezeigt, dass er sich auch aus brenzligen Situationen befreien kann.
Die Frage ist nicht, ob Vingegaard die Tour gewinnen kann, sondern wie er sich Pogacars Dominanz entgegenstellt. Der Kampf um den Sieg wird mit jeder Etappe intensiver, und die Pyrenäen-Etappe wird zweifellos eine Schlüsselrolle spielen.
