Vingegaard dominiert: sechs siege künden das ende einer ära ein!

Jonas Vingegaard hat die 20. Etappe des Giro d’Italia auf beeindruckende Weise gewonnen und damit seinen Triumph bei der Rundfahrt besiegelt. Mit sechs Etappensiegen und einer schier unüberwindbaren Führung demonstrierte der Däne seine absolute Überlegenheit. Ein Signal an Tadej Pogacar und die gesamte Konkurrenz: Die Tour de France könnte ein Selbstläufer werden.

Aldag: „es hätten fehler passieren müssen – aber sie sind nicht passiert!“

Die Leistung Vingegaards ist schlichtweg atemberaubend. Fünf Etappensiege, vier davon in Bergankünften – und ein Vorsprung von über fünf Minuten auf seine Verfolger. Rolf Aldag, Eurosport-Experte, brachte es auf den Punkt: „Es hätten Fehler passieren müssen, Pech, Stürze, Krankheiten… Aber Vingegaard hat keine Schwäche gezeigt.“ Der Däne fuhr nicht nur schnell, sondern bewies auch eine bemerkenswerte Flexibilität, als er seine Taktik während der entscheidenden Etappe am Piancavallo spontan änderte.

Statt wie geplant später anzugreifen, setzte Vingegaard schon früh einen Turbo ein, ließ das Peloton und seine Rivalen wie Gall und Hindley zurück und fuhr die enteilten Ausreißer mühelos ein. „Ich bin Radfahrer, ich mag es zu gewinnen – am liebsten so viele Rennen wie möglich“, erklärte er nach dem Rennen, womit er seinen unbändigen Siegeswillen bekräftigte.

Neue flexibilität und mentale stärke

Neue flexibilität und mentale stärke

Aldag lobte nicht nur Vingegaards taktische Anpassungsfähigkeit, sondern auch seine mentale Stärke: „Dass er losfährt und den Plan umwirft, spricht für seine neue Flexibilität und dafür, wie locker er im Kopf ist.“ Selbst die Tatsache, dass er auf die Bergwertung verzichtete, um Ciccone die Punkte zu überlassen, zeugt von seiner Fokussierung auf das große Ganze – das Gesamtergebnis und die Vorbereitung auf die Tour de France.

Die Wattwerte, die während des Rennens angezeigt wurden, ließen Eurosport-Experten staunen: 360 Watt bei einem Gewicht von nur 58 Kilogramm – 6,2 Watt pro Kilogramm. „Da kann er noch mehr“, vermutet Aldag. Wenn Vingegaard seine Leistung um weitere Prozente steigern kann, dann wird es für Pogacar bei der Tour de France extrem schwierig.

Vingegaard hat das Rennen dominiert, ohne sein volles Potenzial auszuschöpfen. Das ist eine Botschaft an die Konkurrenz, die lautet: Seid gewarnt. Der Däne ist bereit, die Radsportwelt erneut zu erobern. Und dieses Mal wird er es mit noch mehr Selbstvertrauen und einer noch größeren Überlegenheit tun.