VfL Wolfsburg: Rudolph sieht Wolfsburg als Top-Favorit in der 2. Liga – Trotz VW-Krise

Wolfsburgs Aufsichtsrats-Boss Sebastian Rudolph (49) erklärt in einem exklusiven Interview mit SPORT BILD die ambitionierten Pläne des VfL Wolfsburg für die Zweitliga-Saison, die Investitionen und den Umgang mit der wirtschaftlichen Situation des Volkswagen Konzerns.

Wolfsburg als „FC Bayern der 2. Liga“?

Nach dem ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte wird der VfL Wolfsburg als Top-Favorit für den Aufstieg gehandelt. Rudolph sieht Vergleiche mit dem „FC Bayern der 2. Liga“ kritisch, betont aber den Anspruch, in der 2. Liga ganz oben mitzuspielen. Dafür sei harte Arbeit und Teamgeist erforderlich. Der Verein setzt auf einen Rekordetat von bis zu 60 Millionen Euro.

Wirtschaftliche Situation und VW-Krise

Wirtschaftliche Situation und VW-Krise

Trotz regelmäßiger Gewinneinbrüche beim Volkswagen Konzern bekräftigt Rudolph die Unterstützung des VfL Wolfsburg. Der Verein sei ein wichtiges Bindeglied für die Region und leiste selbst jährliche Sparbeiträge. Der Fokus liege auf Effizienzsteigerung in der Verwaltung.

Neuer Kader und Strategie

Neuer Kader und Strategie

Der Aufsichtsrat befürwortet die Strategie, den Kader mit erfahrenen und führungsstarken Spielern zu verstärken. Spieler wie Elvis Rexhbecaj, Hauke Wahl, Robert Glatzel und Muhammed Damar, die bereits Bundesliga-Erfahrung haben, wurden verpflichtet. Rudolph betont, dass es nicht primär um Geld ging, sondern um die Vision, den VfL neu aufzustellen. Ein umfassender Kader-Umbruch nach dem Aufstieg wird ausgeschlossen.

Trainer Tobias Strobl und Christian Eriksen

Trainer Tobias Strobl und Christian Eriksen

Der neue Trainer Tobias Strobl, der bisher keine Erfahrung über die 3. Liga hinaus hat, wird von Rudolph positiv bewertet. Seine klare Spielphilosophie und Führungsqualitäten werden hervorgehoben. Zudem wurde Jerome Polenz als Co-Trainer verpflichtet, der viel Zweitliga-Erfahrung mitbringt. Bezüglich des Vertragsspielers Christian Eriksen, der nach einem erneuten Zusammenbruch nach der Saison mit Herzproblemen behandelt wird, betont Rudolph einen behutsamen Umgang. Dieter Hecking hält weiterhin Kontakt zu Eriksen, der seine Reha in Dänemark absolviert.