Vfl gummersbach: dujshebaev, köster-abschied und die zukunft des handballs
- Vfl gummersbach: ein blick auf entwicklung, ziele und herausforderungen
- Die verpflichtung von alex dujshebaev: ein coup für gummersbach
- Die vision für die zukunft: mehr als nur träume
- Julian köster: ein großer verlust, aber auch eine chance
- Wirtschaftliche stabilität und die rolle der partnerschaften
- Nachwuchsarbeit und die investition in die zukunft
- Die hallensituation: ein begrenzender faktor
- Ziele für die saison 2026/27 und darüber hinaus
Vfl gummersbach: ein blick auf entwicklung, ziele und herausforderungen
Christoph Schindler, Geschäftsführer des VfL Gummersbach, sprach in einem ausführlichen Interview mit handball-world über die aktuelle Situation und die Zukunftsperspektiven des Vereins. Dabei ging es um die spektakuläre Verpflichtung von Alex Dujshebaev, den Abschied von Julian Köster, die finanzielle Lage und die drängende Frage der Hallensituation.
Die verpflichtung von alex dujshebaev: ein coup für gummersbach
Die Verpflichtung des Weltstars Alex Dujshebaev ist ein deutliches Signal für die Ambitionen des VfL Gummersbach. Schindler erklärte, dass es viele Mitbewerber gab, aber man Dujshebaev mit einer klaren Vision überzeugen konnte. "Wir haben ihm gezeigt, wohin wir mit dem VfL wollen und welche Rolle er dabei spielen kann," so Schindler. Die Kombination aus einem spannenden Projekt, einem guten Trainerteam und einer vielversprechenden Mannschaft habe letztendlich überzeugt.

Die vision für die zukunft: mehr als nur träume
Der VfL Gummersbach ist zwar mit dem aktuellen Stand zufrieden, will aber mehr. Schindler betonte, dass das Ziel, in der Champions League zu spielen und Titel zu gewinnen, nicht nur leere Worte sind. Man arbeite kontinuierlich an der Schaffung der notwendigen Voraussetzungen, um diese Ziele zu erreichen. Dazu gehört der Aufbau von Strukturen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Vereins.

Julian köster: ein großer verlust, aber auch eine chance
Der Abschied von Julian Köster zum THW Kiel ist ein herber Verlust für den VfL Gummersbach. Schindler beschrieb Köster als einen außergewöhnlichen Spieler und eine wichtige Persönlichkeit für den Verein. "Wir werden ihn sportlich extrem vermissen," sagte er. Gleichzeitig sieht er den Weggang als Chance, andere Spieler in die Führungsrolle zu bringen und die Mannschaft insgesamt weiterzuentwickeln.

Wirtschaftliche stabilität und die rolle der partnerschaften
Auch wirtschaftlich entwickelt sich der VfL Gummersbach positiv. Der Verein ist seit 40 Spielen in Folge ausverkauft, aber Schindler betonte, dass das Ticketing nur eine begrenzte Einnahmequelle ist. Die Partnerschaften mit Unternehmen und Sponsoren sind daher von entscheidender Bedeutung. Die Verpflichtung von Spielern wie Dujshebaev wird durch die selbst erwirtschafteten Mittel finanziert.

Nachwuchsarbeit und die investition in die zukunft
Die Nachwuchsarbeit spielt eine wichtige Rolle in der Strategie des VfL Gummersbach. Die Handball-Akademie wird kontinuierlich ausgebaut, um eigene Bundesligaspieler zu entwickeln. Mit Mathis Häseler und Tom Kiesler gibt es bereits zwei Eigengewächse im Kader. Zusätzlich setzt der Verein verstärkt auf Leihgeschäfte, um jungen Spielern die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln.

Die hallensituation: ein begrenzender faktor
Die Schwalbe Arena mit ihren 4132 Zuschauern ist ein limitierender Faktor für den VfL Gummersbach. Schindler räumte ein, dass der Ticketing-Umsatz begrenzt ist und man wirtschaftlich mit den Topklubs nicht mithalten kann. Ein Ausbau der Halle ist statisch schwierig bis unmöglich, daher prüft man alternative Optionen, wie beispielsweise Spiele in der Lanxess Arena in Köln.

Ziele für die saison 2026/27 und darüber hinaus
Für die Saison 2026/27 will der VfL Gummersbach an die bisherigen Erfolge anknüpfen und sich weiterhin verbessern. Langfristig geht es darum, eine kontinuierliche Entwicklung des Vereins zu gewährleisten, ohne sich auf unrealistische Ziele zu versteifen. Der Traum von der deutschen Meisterschaft und der Teilnahme an der Champions League bleibt bestehen, aber man will Schritt für Schritt vorgehen.
