Vfb stuttgart: späte schockniederlage gegen dortmund – guirassy-duell verblasst

Ein bitterer Nachschlag für den VfB Stuttgart: Nur wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff brach der BVB dem Team von Bruno Labbadia ein 0:0 auf und bescherte sich einen schmeichelhaften 2:0-Sieg. Die lange Umsorgung der Spieler nach dem Spiel deutete eine Mischung aus Enttäuschung und Frustration an.

Chabots abwehrarbeit im schatten des späten doppelschocks

Chabots abwehrarbeit im schatten des späten doppelschocks

Die Partie war geprägt von einer taktischen Auseinandersetzung, in der sich die Innenverteidiger Jeff Chabot und Serhou Guirassy (dessen Startelfeinsatz auf der alten Wirkungsstätte viel Aufmerksamkeit erregte) ein hitziges Duell lieferten. Doch die individuelle Leistung des VfB-Verteidigers, der Guirassy erwartungsgemäß neutralisieren konnte, verblasste angesichts der späten Tore in den Augenblicken der Nachspielzeit.

Die Stuttgarter hatten die Begegnung unter der Woche, nachdem sie zuvor aus der Europa League ausscheiden mussten und nun eine Atempause von den englischen Wochen genießen. Die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Hamburger SV beginnt erst am morgigen Mittwoch, doch die Mannschaft muss sich schnell von der Enttäuschung erholen. „Wir müssen den Punkt behalten“, kommentierte Chabot die Situation nüchtern. „Das darf uns nicht passieren, vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt.“

Ein Teufelskreis aus späten Gegentoren scheint den VfB zu verfolgen. Bereits sechsmal in dieser Saison kassierte der Verein so späte Treffer – eine erschreckende Bilanz, die in der Klubhistorie ihresgleichen sucht. Die wiederholten Nackenschläge, wie auch am Sonntag, zeugen von einer mangelnden Konstanz und mentalen Stärke in den entscheidenden Minuten.

Das Duell zwischen Chabot und Guirassy war dabei ein weiteres Kapitel in einer bemerkenswerten Geschichte. Der Deutsch-Franzose hielt den Guineer weitgehend in Schach, ein Zeichen seines Könnens und seiner Erfahrung. „Er ist ein Top-Stürmer“, lobte Chabot seinen ehemaligen Mitspieler. „Es macht Spaß, sich mit solchen Stürmern zu messen.“

Die Niederlage wirft jedoch einen Schatten auf die Ambitionen des VfB in der Champions League-Qualifikation. Auch wenn Chabot betont, dass die Situation „kein Thema, um die Köpfe hängenzulassen“ ist, so bleibt der Rückschlag doch spürbar. Die kommenden Aufgaben werden zeigen, ob der VfB die Lehren aus dieser bitteren Erfahrung ziehen und gestärkt aus der Krise hervorgehen kann – und ob die Abwehr die Nerven in den Schlussminuten behält.