Vfb stuttgart scheitert an diogo costa – europa-league-traum zerplatzt in porto

Der VfB Stuttgart ist raus. Nicht wegen mangelnder Einsatz, nicht wegen fehlender Ideen – sondern wegen eines einzigen Mannes zwischen den Pfosten. Diogo Costa, Portos Torhüter, entschied das Viertelfinale mit einer Gala-Leistung, die selbst die Schwaben-Kicker ins Schwärmen brachte.

Maximilian Mittelstädt fasste es nach Abpfiff so zusammen: „Der Torwart ist über sich hinausgewachsen. Er hat Unhaltbare rausgeholt.“ Die Statistik gibt ihm recht: Vier hochkarätige Chancen in der ersten halben Stunde allein, dazu noch ein Kopfball von Deniz Undav, der eigentlich drin sein musste. Costa war überall.

Stuttgarts drangphase nutzlos – porto trifft eiskalt

Die Niederlage schmerzt doppelt. Mit der 1:2-Hypothek aus dem Hinspiel war der VfB nach Portugal gereist, um früh zu pressen, um zu dominieren. Und das gelang auch – bis zur letzten Aktion. Denn während die Schwaben den Ball nur nicht über die Linie bugsieren konnten, schlug Porto zweimal zu. William Gomes traf nach 21 Minuten aus spitzem Winkel, Viktor Froholdt erhöhte in der 72. Minute mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. 0:2, der Traum von Istanbul ist begraben.

Trainer Sebastian Hoeneß stand nach dem Spiel wie angewurzelt an der Seitenlinie. „Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten“, sagte er leise, „aber manchmal reicht eben alles nicht.“ Seine Spieler stapften mit hängenden Köpfen in die Kabine – trotz einer Leistung, die in jedem anderen Spiel wohl zum Sieg gereicht hätte.

Nun geht es gegen augsburg – champions-league-platz ist das neue ziel

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Die Europa League ist vorbei, die Saison nicht. Schon am Sonntag geht es für den VfB nach Augsburg – und da zählt nur eins: Punkte. Mit aktuell 57 Zählern liegt Stuttgart auf Platz vier, zwei vor Leipzig, drei vor Dortmund. Die Champions-League-Qualifikation ist noch längst nicht sicher.

„Wir müssen den Kopf jetzt sofort frei kriegen“, forderte Mittelstädt. „Der Flow in der Liga ist gut, wir haben drei der letzten vier Spiele gewonnen.“ Die Reise nach Augsburg wird zum Test der Nerven. Die Fuggerstädter kämpfen gegen den Abstieg, werden alles reinwerfen. Der VfB muss mit dem Rücken zur Wand antreten – und zeigen, dass er auch ohne Costa-Killer-Instinkt gewinnen kann.

Die Lektion aus Porto: Chancen reichen nicht, wenn der Gegner einen Torwart hat, der wie besessen wirkt. Die Lektion für Augsburg: Tore müssen her, sonst wird der Traum von der Königsklasse zur Qual. Die Saison ist noch nicht gerettet – und Stuttgart weiß: Jetzt zählt nur noch Toreschießen. Punkt.