Vettel stürmt london: ex-formel-1-pilot unter drei stunden!

Sebastian Vettel, der Abschied nehmende Champion, hat London überrascht – und zwar mit einer Leistung, die selbst erfahrene Marathonläufer beeindruckt. Der ehemalige Formel-1-Pilot, der seine Karriere 2022 beendete, knackte beim London-Marathon die Drei-Stunden-Marke und bewies, dass seine Fitness auch abseits der Rennstrecke auf höchstem Niveau ist.

Die vorreiter: von clark zu senna und schumacher

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Erinnern wir uns zurück in die 1960er Jahre: Jim Clark, damals eine Ikone des Motorsports, war einer der ersten, der sich körperlicher Vorbereitung widmete, während seine Kollegen dies noch als unnotwendig oder gar unschicklich betrachteten. “Ich achte auf mich – ich rauche nicht und trinke kaum”, erklärte der schottische Pilot, dessen Karriere tragisch in Hockenheim endete. Doch bereits damals reichte ein solches Maß an Disziplin aus, um die Konkurrenz zu dominieren. Heute, so zeigt Vettel, ist die Messlatte jedoch deutlich höher.

Die Entwicklung der physischen Anforderungen im Motorsport ist bemerkenswert. Ayrton Senna war in den 1980er Jahren ein Pionier, der die Bedeutung von Fitness erkannte. Michael Schumacher perfektionierte diese Ansätze in den 1990er Jahren und etablierte den Standard für Athleten im Rennsport. Vettel setzt diese Tradition fort und demonstriert, dass die heutigen Formel-1-Piloten quasi professionelle Athleten sind – und das auch nach ihrer Karriere.

Seine Zeit: 2:59:08. Eine beeindruckende Leistung, insbesondere angesichts des Alters von 38 Jahren und der Tatsache, dass Vettel sich seit seinem Rücktritt der Landwirtschaft und wohltätigen Zwecken widmet. Er lief für die 'Fundación Brain & Spine' und 'Grand Prix Trust' und sammelte Spenden für diese wichtigen Organisationen. Die Tatsache, dass er die Halbzeitmarke in 1:29:18 passierte und die letzten 21,1 Kilometer in lediglich 1:29:50 absolvierte, unterstreicht seine konstante Geschwindigkeit und Ausdauer.

Es ist nicht das erste Mal, dass ehemalige Leistungssportler den Marathon laufen. Luis Enrique erreichte 2007 in Florenz eine Zeit von 2:57:58, und Raúl González Blanco lief 2016 in Madrid in 2:59.25, allerdings auf einer anspruchsvolleren Strecke mit 450 Metern Höhenunterschied. Vettels Leistung in London ist dennoch ein eindrucksvoller Beweis für die körperliche Verfassung, die im modernen Formel-1-Sport erforderlich ist – und für die Disziplin, die Athleten auch nach ihrem aktiven Karriereende aufrechterhalten.

Die Geschichte von Sebastian Vettel zeigt deutlich: Der Motorsport hat sich gewandelt. Es ist nicht mehr nur eine Frage des fahrerischen Könnens, sondern auch eine Frage der körperlichen Fitness und mentalen Stärke. Und Vettel, der ehemalige Champion, beweist, dass er auch abseits der Rennstrecke zu den Besten gehört.