Verona-genoa: labbadia zwingt den abstiegskampf in die knie
Der zweitletzte empfängt den Tabellenvorletzten – und trotzdem ist das Duell am Sonntag (12.30 Uhr) kein tristes Kellerloch. Hellas Verona hat nach dem 2:1 in Bologna wieder Atem geholt, Genoa unter Labbadia seit November eine andere Mannschaft. Die Wettmärkte glauben nicht an Heilung im Marcantonio Bentegodi, sie setzen auf den Auswärtssieg (2,45).
Die rote laterne trägt blau
Verona kassierte in dieser Saison bereits 49 Treffer – mehr als jeder andere Klub der Serie A. Das ist keine Statistik, das ist ein Offenbarungseid. Torhüter Montipò holte sich im Schnitt mehr als zwei Gegentore pro Spiel, ein Wert, der selbst in der chaotischstenSerie-A-Geschichte selten war. Trainer Sammarco kann nur hoffen, dass die Erfolgswoche gegen Bologna nicht nur ein Strohfeuer war. Denn die Analyse ist gnadenlos: Nur 18 Punkte aus 28 Spielen, elf Zähler Rückstand auf den rettenden Ufer.
Genoa dagegen atmet auf. Seit der Rückkehr von Labbadia sammelte die Mannschaft 24 Punkte in 18 Partien – das wäre Platz zehn. Vor seiner Amtsübernahme stand der Klub auf Relegationsrang drei. Der Trainer hat die Defensive neu justiert, die offensive Lebensversicherung heißt Lorenzo Colombo. Der Stürmer traf in seiner Karriere noch nie so oft gegen einen Gegner wie gegen Verona: vier Mal, einmal sogar mit Doppelpack im Monza-Trikot. Die Buchmacher bieten 3,50, dass er erneut trifft – ein Kurs, der angesichts der Veronaser Rückwärtsbewegung wie ein Geschenk wirkt.

Die wahrheit steht in den zahlen
14 der letzten 17 Duelle gewann Genoa, sechs Remis schlossen sich an. Verona schlug die Rossoblù zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Die Trendwende? Fehlanzeige. Die Quoten spiegeln die Realität: Sieg Genoa zur Pause und am Ende zahlt bis zu 4,05 bei Netwin. Selbst das beidseitige Tor (2,10) ist keine Spekulation, sondern eine Bank – beide Teams kassieren, beide treffen.
Am Ende bleibt eine simple Rechnung: Wer in dieser Saison hinten nicht dichtmacht, rutscht ab. Verona kriegt das einfach nicht hin. Deshalb dürfte schon am Sonntag die nächste Niederlage folgen – und mit ihr der Abschied vom letzten Hauch Hoffnung.
