Ventoux: tour de france femmes schreibt geschichte – ein gipfelziel der superlative!
Die Organisatoren des Tour de Francia Femmes avec Zwift haben einen Paukenschlag gelandet: 2026 wird die Rennfahrerinnen den Mont Ventoux in Angriff nehmen. Ein Schritt, der das Rennen auf ein neues, unvorstellbar anspruchsvolles Level hebt und die Welt des Frauenradsports nachhaltig prägen wird.

Der ventoux: mehr als nur ein berg
Der Mont Ventoux, oft als „Gigant der Provence“ bezeichnet, ist mehr als nur ein Berg – er ist eine Legende. Zahlreiche epische Schlachten wurden hier ausgetragen, darunter auch tragische Momente wie der Tod von Tom Simpson 1967. Nun wird auch das Peloton der Frauen auf diesen ikonischen Anstieg treffen, ein Beweis dafür, dass der Frauenradsport endlich seinen verdienten Platz in der Weltelite einnimmt. Die Entscheidung, den Ventoux in die Route aufzunehmen, ist ein starkes Signal und ein Meilenstein für die Glaubwürdigkeit und das Ansehen des Rennens.
Am 7. August 2026 wird das Rennen auf dem Gipfel des Ventoux enden, nachdem die Fahrerinnen sich durch eine anspruchsvolle Etappe von La Voulte-sur-Rhône gekämpft haben. Bereits am Tag zuvor, am 6. August, können Amateurradfahrer bei L’Étape du Tour de France Femmes avec Zwift die gleichen Straßen befahren und sich dem gleichen Ziel stellen. Die Veranstaltung, die voraussichtlich über 10.000 Teilnehmer anlocken wird, startet in Vaison-la-Romaine und führt über 121 Kilometer mit fast 3.000 Höhenmetern durch die malerische Landschaft der Provence.
Die Ansetzung des Ventoux ist kein Zufall. Marion Rousse, die Leiterin des Rennens, betonte, dass der Berg seit Jahren von den Fahrerinnen selbst als Wunschziel geäußert wurde. „80 Prozent der Fahrerinnen haben uns gesagt, dass sie den Ventoux fahren wollen“, so Rousse. Die Wahl fiel auf die legendäre Variante des Anstiegs von Bédoin, die mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,5 Prozent über 21 Kilometer eine echte Tortur verspricht. Der Beginn im dichten Wald erfordert konstante Anstrengung, während der finale Abschnitt die Fahrerinnen dem unerbittlichen Wind und der sengenden Hitze der Provence aussetzt.
Die Herausforderung geht über die Steigung hinaus. Die Etappe ist so konzipiert, dass sie die Fahrerinnen bis zum Anschlag treibt. Lange, ansteigende Abschnitte ohne nennenswerte Erholungspausen und die ständige Windexposition machen die Aufgabe noch schwieriger. „Es wird eine Etappe sein, die das Rennen wirklich aufbrechen wird“, ist sich Rousse sicher. Die Organisatoren erwarten, dass sich hier deutliche Unterschiede in der Gesamtklassifikation abzeichnen werden.
Der Ventoux ist nicht nur ein Test für die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch für die mentale Stärke. Die Fahrerinnen müssen sich auf eine unerbittliche Prüfung einstellen, bei der jeder Fehler bestraft wird. Die Erinnerung an frühere Dramen auf dem Ventoux, wie Chris Froomes surrealen Marsch im Jahr 2016, mahnt zur Vorsicht und Konzentration.
Die Integration des Ventoux in den Tour de Francia Femmes avec Zwift ist ein entscheidender Schritt für die Entwicklung des Frauenradsports. Es zeigt, dass die Organisatoren bereit sind, neue Maßstäbe zu setzen und das Rennen zu einem globalen Ereignis von Weltrang zu machen. Die Welt wird gespannt sein, welche Athletin ihren Namen in die Geschichte des Ventoux eintragen wird.
