Varriale: verurteilung wegen stalkings bestätigt – therapie angeordnet!
Ein schroffer Schlag für Enrico Varriale: Das Mailänder Berufungsgericht hat die Verurteilung des ehemaligen RAI-Sport-Vize direktors wegen Stalkings und Körperverletzung seiner Ex-Partnerin bestätigt. Die Strafe von zehn Monaten, ausgesetzt, bleibt bestehen, doch es kommt’s noch bitterer: Varriale muss nun eine Therapie für gewalttätige Männer absolvieren.
Der fall, der die italienische sportwelt erschütterte
Die Geschichte hatte bereits 2021 ihren Anfang, als Varriale noch bei RAI Sport beschäftigt war. Seine Ex-Partnerin erhob schwere Vorwürfe: Körperliche und psychische Gewalt, Stalking, ein Schuss, der sie zu Boden warf, und das Verschließen in einem Raum, das einen Panikattacke auslöste. Ein erster Prozess im Juni 2025 hatte bereits zu einer Verurteilung mit Bewährung und einer Entschädigung von 6.000 Euro geführt. Doch der Berufungskampf des ehemaligen Sportfunktionärs war erfolglos.
Das Gericht hat nun eindeutig festgestellt, dass Varriales Verhalten eine „verfolgende Verhaltensweise“ darstellte, die die Selbstbestimmung der Frau massiv einschränkte. „Gerechtigkeit ist geschehen“, kommentierte die Anwältin der Klägerin gegenüber Fanpage. Die Frau hat seitdem ihr Leben neu aufgebaut und sucht Unterstützung in einem Anti-Gewalt-Zentrum.

Ein zweiter prozess, weitere anschuldigungen
Aber das ist noch nicht alles. Varriale steht auch vor einem zweiten Prozess, in dem ihm vorgeworfen wird, im Jahr 2021 eine andere Frau bedroht und angegriffen zu haben. Hier wurde er bereits im Dezember zu sieben Monaten Haft mit Bewährung und einer Entschädigungszahlung von 2.000 Euro verurteilt. Laut Anklage soll er die Ex-Partnerin mit anonymen Nummern belästigt und sie in den sozialen Medien überwacht haben. Die Summe der Vorwürfe lastet schwer auf dem einst so renommierten Sportjournalisten.
Die jüngste Entscheidung des Berufungsgerichts unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe und die Notwendigkeit, dass Varriale das Verhalten reflektiert und ändert. Die Therapie soll ihm dabei helfen, die Ursachen seiner gewalttätigen Tendenzen zu verstehen und neue Wege der Konfliktlösung zu erlernen. Ob diese Anstrengungen ausreichen werden, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Die Sportwelt wird es genau verfolgen.
