Var versagt doppelt: rayo vallecano gegen real sociedad wird zur schiedsrichter-farce
Der CTA hat zugegeben, was jeder im Estadio de Vallecas gespürt hatte: Der Punktgewinn der Real Sociedad war ein Geschenk zweier VAR-Patzer. Innerhalb von 65 Minuten schlichen sich Pulido Santana undGuzmán Mansilla nicht nur ein, sondern gleich zweimal in die Geschichte des Rayo ein – und beide Male zuungunsten der Hausherren.
Minuto 4: el agarrón que nunca fue
Turrientes umklammert Carlos Martín wie einen Sack Kartoffeln, der Stürmer fällt, der Kollektivseufzer im Stadion ist ohrenbetäubend. Pulido Santana winkt ab, Guzmán Mansilla bleibt stumm. Der CTA bescheinigt beiden nun „error claro, obvio y manifiesto“ – sprich: Ein klarer Elfmeter, der nie gegeben wurde. Die Folge: 0:0 statt 1:0, Rayo startet mit einem Bein im Grab.

Minuto 69: el gol que se evaporó en cinco minutos de dudas
Ratiu grätscht, der Ball rollt, Trejo netzt ein – 2:2, dachte man. Doch Guzmán Mansilla ruft den Review zurück, starrt vier Minuten und 53 Sekunden auf den Monitor und kippt seine eigene Entscheidung. Elfmeter für die Real, 1:3. Der CTA kontert jetzt: Der Kontakt entstand durch „apoyo natural“, kein klares Fehlverhalten. VAR-Eingriff war verboten, die ursprüngliche Entscheidung hätte stehen bleiben müssen. Doppelte Blamage: Pulido Santana, der nichts ahnte, und Guzmán Mansilla, der zu viel sah.
Iñigo Pérez, Trainer des Rayo, kochte nach dem Abpfiff: „Wenn du zehn Minuten brauchst, ist es kein Penalty. Punkt.“ Die Statistik gibt ihm recht: Erst zwei Mal in dieser Saison wurde ein Tor wegen angeblicher Vorfehler nach über viereinhalb Minuten Review aberkannt – beide Male gegen Vallecano. Zufall? Die Liga-Tabelle kennt kein Mitleid: Rayo bleibt dank dieser zwei Fehler bei 37 Punkten und rutscht auf Rang 14. Die Real Sociedad springt auf Europa-Plätze.
Der CTA hat die Fehler eingeräumt, Wiedergutmachung gibt es nicht. Für Rayo heißt es nun: Abstiegskampf statt Mittelfeld. Die nächste Gelegenheit, sich an der Real zu rächen, kommt erst in der Copa del Rey. Bis dahin bleibt nur das bittere Gefühl, dass zwei Schiedsrichter einen ganzen Monat Arbeit ausradiert haben.
