Var gibt rapid recht: elfmeter hätte gegeben werden müssen

Zwei Tage zu spät, aber immerhin: Der VAR hat offiziell eingeräumt, dass Rapid Wien beim 1:1 in Altach um einen klaren Elfmeter gebracht wurde. Minute 15, Stand 0:0 – Altach-Torhüter Dejan Stojanovic reißt Nikolaus Wurmbrand auf der Torlinie zu Boden. Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca sah es, studierte die Bilder am Monitor – und pfiff trotzdem nicht. Ein Fehler, der Rapid jetzt teuer werden könnte.

Was der var am dienstag zugab

Die offizielle Stellungnahme lässt keinen Interpretationsspielraum. Der VAR erklärt unmissverständlich: Stojanovic hätte eine Gelbe Karte kassieren und Rapid einen Strafstoß zugesprochen bekommen müssen. Der entscheidende Punkt dabei ist die Positionierung Wurmbrands – er behinderte den Torwart zu keinem Zeitpunkt beim Spielen des Balles. Das Foul war eindeutig. Das On-Field-Review war eindeutig. Und trotzdem entschied Ciochirca falsch.

Was mich als Sportjournalistin dabei wirklich aufbringt: Der VAR ist genau für solche Momente gemacht. Er empfahl dem Schiedsrichter ausdrücklich die Überprüfung. Ciochirca schaute hin – und kam zum falschen Ergebnis. Das ist nicht nur ein Regelverstoß, das ist ein Systemversagen.

Warum dieser fehler rapid den meistergruppen-einzug kosten kann

Warum dieser fehler rapid den meistergruppen-einzug kosten kann

Das 1:1 in Altach war kein harmloses Remis. Rapid verpasste damit die vorzeitige Fixierung der Meistergruppe. Jetzt müssen die Hütteldorfer am letzten Spieltag, Sonntag um 17 Uhr, gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg gewinnen – nur ein Sieg reicht, um aus eigener Kraft weiterzukommen. Ein Punkt, der durch einen nicht gegebenen Elfmeter verloren ging, wiegt da schwer. Sehr schwer.

Trainer Johannes Hoff Thorup und seine Mannschaft müssen jetzt gegen den Meister liefern, während sie wissen: Der Punkt, der ihnen fehlt, wurde ihnen auf dem Platz genommen. Die nachträgliche Bestätigung des Fehlers ist für Rapid moralisch eine Genugtuung – sportlich hilft sie genau gar nichts.