Van der poel gewinnt e3 classic zum dritten mal – und leidet wie nie zuvor

42 Kilometer allein an der Spitze, die Verfolger im Nacken, die Beine am Limit – und trotzdem Platz eins. Mathieu van der Poel hat die E3 Saxo Classic in Harelbeke zum dritten Mal in Folge gewonnen, aber wer sein Gesicht im Ziel sah, wusste: Das war kein Spaziergang. Der Niederländer hob die rechte Hand, zeigte drei Finger – und brach dann fast über seinem Lenker zusammen. Bilder, die man von ihm kaum kennt.

Der angriff auf dem vecchio kwaremont, der alles veränderte

Der angriff auf dem vecchio kwaremont, der alles veränderte

Es war der Vecchio Kwaremont, eines der berüchtigtsten Kopfsteinpflaster-Stücke Flanderns, wo Van der Poel das Rennen zerriss. Mit noch 42 Kilometern bis ins Ziel trat er weg – nicht mit einem explosiven Sprint, sondern mit einer stillen, tödlichen Beschleunigung, die das Feld einfach stehen ließ. Was folgte, war eine Solofahrt, die in den Büchern der Flandern-Klassiker bleiben wird. Aber auch eine, die ihn fast zerbrochen hätte.

Das Parcours war in diesem Jahr schwerer als je zuvor. 16 Mauern, ein härteres Profil – und das Peloton ließ Van der Poel nicht einfach davonziehen. Sie hielten ihn in Sichtweite. Einen Kilometer vor dem Ziel war der Vorsprung so dünn, dass selbst ein Phänomen wie er ins Wanken geriet. „Ich hatte nicht mehr die Kraft zu sprinten. Ich habe einfach so fest wie möglich im Sitzen getreten – genau das, was nötig war, um anzukommen