Van der poel feuert zurück: „sogenannte experten“ werden zur schnecke!

Paris-Roubaix steht vor der Tür, und Mathieu van der Poel ist alles andere als ruhig. Der Titelverteidiger hat sich in einer Pressekonferenz scharf zur Kritik an seinen Leistungsdaten geäußert und die Diskussion um seine Zusammenarbeit mit Tadej Pogacar in der Flandern-Rundfahrt aufgerollt. Ein Machtwort vor dem Monument, das er nun zum vierten Mal in Folge gewinnen will.

Die watt-debatte: van der poel verteidigt seine zahlen

Nach der E3 Saxo Classic waren van der Poels veröffentlichten Wattwerte – insbesondere die 446 Watt über 90 Minuten – in der Radsportwelt auf Kritik gestoßen. Der Niederländer ließ das jedoch nicht auf sich sitzen: „Sie wurden analysiert, sie waren korrekt – sonst hätte ich sie nicht geteilt“, betonte er deutlich. „Ich wollte nur zeigen, wie hart es war, so lange allein gegen den Wind zu fahren, weil ein paar sogenannte Experten wieder eine Meinung dazu haben wollten.“ Für ihn seien die hohen Werte sogar eine Bestätigung, dass er sich trotz seines Alters noch verbessern kann.

Roubaix-duell mit pogacar: „er ist fähig, das rennen zu gewinnen“

Roubaix-duell mit pogacar: „er ist fähig, das rennen zu gewinnen“

Das Duell mit Tadej Pogacar, dem er im Vorjahr noch den Sieg abgerungen hatte, steht erneut im Fokus. Pogacar fehlt lediglich der Sieg in Paris-Roubaix, um seine Sammlung von Monumenten zu vervollständigen. Van der Poel schätzt die Fähigkeiten des Slowenen dennoch hoch ein: „Dieses Rennen ist vielleicht etwas schwerer für ihn zu gewinnen, aber es gibt kein Rennen, von dem man sagen könnte, dass er es nicht gewinnen kann. Er braucht ein bisschen Glück, aber er hat letztes Jahr gezeigt, dass er dazu fähig ist.“

Zusammenarbeit in flandern: „anti-racing wäre schlechter“

Zusammenarbeit in flandern: „anti-racing wäre schlechter“

Die Zusammenarbeit mit Pogacar im Finale der Flandern-Rundfahrt hatte ebenfalls für Diskussionen gesorgt. Van der Poel wies die Kritik zurück: „Nicht mitzufahren, hätte nichts am Ergebnis geändert. Außerdem wäre es auch ein bisschen 'anti-racing' gewesen“, so der Routier. „Tadej und ich werden uns noch viele Jahre begegnen, da ist es besser, wenn man gut miteinander auskommt.“ Eine diplomatische Lösung im Kampf um die Radsport-Elite.

Historische chance: auf der suche nach dem vierten sieg

Historische chance: auf der suche nach dem vierten sieg

Van der Poel steht kurz vor einer historischen Leistung. Nach seinen Siegen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 könnte er am Sonntag als erster Radfahrer seit Roger De Vlaeminck und Tom Boonen zum vierten Mal in Folge Paris-Roubaix gewinnen. „Ich bin realistisch genug zu wissen, dass ich diese Serie nicht unendlich fortsetzen kann“, räumte er ein. „Ich werde versuchen zu gewinnen, und dann kommt ein Rekord ganz automatisch – oder eben nicht.“ Ein Wettlauf gegen die Geschichte und die Konkurrenz.

Doch bevor die Geschichte geschrieben wird, muss er sich erst einmal durch das Pflasterchaos kämpfen. „Bei Paris-Roubaix kann alles passieren. Entscheidend ist, aufmerksam zu bleiben, vorne im Feld zu sein und die Pflasterpassagen möglichst sicher zu überstehen.“ Die Vorfreude auf das Rennen ist groß, die Spannung ist kaum zu überbieten.