Valverde: ayuso braucht geduld, seixas ist eine offenbarung!
Alejandro Valverde, die Legende des spanischen Radsports, hat in einem exklusiven Interview mit MARCA die aktuelle Situation des spanischen Teams analysiert. Nach seiner aktiven Karriere als Fahrer konzentriert sich der „Bala“ nun voll und ganz auf seine Rolle als Teamchef und versucht, die nächste Generation von Fahrern zu fördern – mit Weitsicht und pragmatischem Realismus.
Ayuso unter druck: die folgen von rückschlägen
Die Saison 2026 hat für den jungen Juan Ayuso Höhen und Tiefen bereithalten. Valverde räumt ein, dass der Algarve-Start vielversprechend war, doch die anschließenden Rückschläge, insbesondere die verpassten Chancen in der Ardennenklassik aufgrund eines Virus, ihn belastet haben. „Er hat die Form, aber der Körper muss mitspielen. Stürze sind Pech, und sie können zu einer Kettenreaktion aus Verletzungen und Infektionen führen.“, so Valverde. Er betont, dass Ayuso trotz allem nicht den Glauben an sich selbst verloren habe, was ein entscheidender Faktor sei.
Die Frage, ob Ayuso das Podest der Tour de France erreichen kann, beantwortet Valverde vorsichtig: „Ich sehe es ihm durchaus zu, dass er eines Tages auf das Podest fährt, aber es ist ein hartes Unterfangen. Es geht darum, dass er es sich in den Kopf setzt und alles dafür gibt.“ Er warnt vor zu viel Druck und betont die Notwendigkeit, die langfristige Entwicklung des jungen Talents zu fördern.

Carlos rodríguez: glück und selbstvertrauen
Auch Carlos Rodríguez hatte in den letzten zwei Saisons mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Valverde sieht vor allem Pech als Ursache: „Ihm fehlt einfach das Glück. Jedes Mal, wenn er einen Aufwärtstrend hat, kommt er zu stürzen. Diese ständigen Schläge untergraben das Selbstvertrauen.“ Er hofft, dass Rodríguez seine Pechsträhne überwinden kann und sein volles Potenzial entfalten wird.
Paul seixas: ein lichtblick für die zukunft
Ein Name sticht besonders hervor: Paul Seixas. Der 19-Jährige hat mit seiner beeindruckenden Leistung zu Beginn der Saison für Furore gesorgt. Valverde ist begeistert: „Es ist unglaublich, wie er sich präsentiert hat. Bei Strade Bianche hat er Pogacar das Leben schwer gemacht. Er ist ein außergewöhnliches Talent, das man genau beobachten sollte.“ Er rät, ihn nicht zu überfordern und ihm die Möglichkeit zu geben, sich langsam zu entwickeln. Ein Start bei der Tour de France sei denkbar, aber er müsse wissen, was er dort tun möchte – vor allem, um nicht verbrannt zu werden.
Die wm in kanada: valverde setzt auf erfahrung
Mit Blick auf die Weltmeisterschaft in Kanada betont Valverde die Bedeutung eines gut durchdachten Rennplans. „Es ist ein anspruchsvoller Parcours, der viel Kraft erfordert. Wir haben einige erfahrene Fahrer, auf die wir uns verlassen können.“ Er möchte die Fahrer in Ruhe arbeiten lassen und die endgültige Aufstellung erst kurz vor dem Rennen festlegen. „Das Wichtigste ist eine Medaille, sowohl bei der WM als auch bei der EM. Und wir dürfen die Zeitfahranlagen von Iván Romeo nicht vergessen, der stetige Fortschritte macht.“
Valverde beendet das Gespräch mit einem Blick auf die Zukunft: „Das Jahr 2026 ist noch lang. Es wird Höhen und Tiefen geben, aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit harter Arbeit und der richtigen Einstellung unsere Ziele erreichen können.“ Die spanische Radsport-Szene hat mit Valverde einen erfahrenen und leidenschaftlichen Coach, der entschlossen ist, die nächste Generation von Stars hervorzubringen.
