Valero: vom cross country star zum gravel-könig?

David Valero, der Mann, der Spanien auf die XCO-Weltkarte brachte, blickt nach vorn – und zwar auf unbefestigte Wege. Nach einer beeindruckenden Karriere im Mountainbike-Cross-Country, die ihm einen Weltmeisterschaftsvize-Titel und eine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio einbrachte, wagt der Andalusier einen mutigen Neustart im Gravel-Bereich.

Ein taktischer zweikampf in spanien

Valero präsentierte sich beim spanischen Gravel-Meisterschaftsrennen in beeindruckender Form. „Ich bin zufrieden“, so der 37-Jährige nach dem Rennen. „Es war ein sehr taktisches und technisches Rennen. Wir waren eine Gruppe von sieben Fahrern an der Spitze, und es gab nicht viel Verständnis untereinander.“ Der Kampf um den Sieg wurde erst in den letzten Kilometern entschieden, als Valero und sein Konkurrent Alberto Mínguez in einem intensiven Duell auf der Zielgeraden alles gaben. Die Jugend und Explosivität von Mínguez sorgten am Ende für den Sieg, doch Valero zeigte, dass er auch auf Gravel-Pisten zu den Top-Fahrern gehört.

Gravel als herzensangelegenheit

Gravel als herzensangelegenheit

Was Valero an Gravel so fasziniert? „Ich praktiziere Gravel schon seit vielen Jahren“, erklärt er. „Es ist für mich nichts Neues. Ich fahre schon lange Fahrräder zu Hause.“ Diese Leidenschaft für das Disziplin spiegelt sich in seiner Begeisterung wider: „Es ist schön, weil es Fahrer aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt – Straßenradfahrer, Cross-Country-Fahrer, Cyclocross-Fahrer, Marathonfahrer und Gravel-Spezialisten. Es entsteht ein Remix von Radfahrern, die Abenteuer lieben.“

Mtb-erfahrung als vorteil

Mtb-erfahrung als vorteil

Valero sieht seine Erfahrung aus dem Mountainbike-Rennsport als großen Vorteil im Gravel-Bereich. „Als Training genieße ich es bei Gravel-Rennen am meisten“, sagt er. „Zum Beispiel habe ich mir in Utopía, bei mir zu Hause, das Rennen wie ein Training genommen und habe die Fans und die Atmosphäre genossen.“

Olympische zukunft für gravel?

Olympische zukunft für gravel?

Die Diskussionen über die mögliche Aufnahme von Gravel als olympische Disziplin begeistern Valero. „Ich glaube, Gravel hat viel zu bieten“, meint er. „Wenn es olympisch wird, wird es sich enorm professionalisieren. Die Teams werden mehr investieren, es wird mehr Sponsoren geben, und das Niveau wird steigen.“ Die Vielseitigkeit des Gravel-Rennsports – die Kombination aus Klettern, Fahren auf ebenen Strecken und technischem Können – macht ihn zu einem idealen Kandidaten für die Olympischen Spiele.

Neue ziele für 2027

Neue ziele für 2027

Für die kommende Saison hat sich Valero ehrgeizige Ziele gesetzt. Nach der Teilnahme an der Cape Epic, wo er zwei Podestplätze und einen Etappensieg errang, liegt der Fokus nun auf der Weltmeisterschaft im Gravel. „Es ist ein großer Umbruch, da man anders trainiert und der Kalender anders ist“, so Valero. „Aber es passt mir sehr gut. Bei längeren Rennen komme ich gut zurecht, was positiv für diesen Modalitätswechsel ist. Es ist alles neu, und ich werde versuchen, mein Bestes zu geben und bis 2027 weiter zu wachsen.“

Mit seiner Erfahrung und seinem unbändigen Willen ist David Valero bereit, im Gravel-Bereich neue Maßstäbe zu setzen. Seine Entscheidung, sich einer neuen Herausforderung zu stellen, ist ein Beweis für seine Leidenschaft für den Sport und seinen unermüdlichen Drang nach Perfektion.