Valencia demütigt flick-team: wm-fokus lähmt bayern?
München – Ein Schock für den FC Bayern: Das Team von Hansi Flick erlitt eine überraschende und deutliche Niederlage gegen Valencia. Die Leistung war schwach, die Körpersprache desillusioniert – und Flick selbst räumte ein: Die Gedanken mancher Spieler schweifen bereits zur Weltmeisterschaft.

Die „hunger“-krise des fc bayern
„Die Niederlage war verdient“, gestand Flick nach dem Spiel. „Wir haben Fehler gemacht. Valencia hatte mehr Hunger, das war deutlich zu erkennen – sie spielten schließlich um etwas Wichtiges.“ Die Worte des Trainers treffen einen Nerv: Der FC Bayern, der sich in den letzten Jahren als unaufhaltsame Maschine präsentierte, wirkte gegen Valencia wie ein Schatten seiner selbst. Die Intensität fehlte, der Kampfgeist war nicht vorhanden.
Lewandowski, der normalerweise kaum zu stoppen ist, wurde von Flick ebenfalls gelobt, wenn auch mit einem Augenzwinkern: „Er ist immer gut positioniert, deshalb erzielt er auch so viele Tore.“ Doch selbst der Stürmer-Star konnte an diesem Abend nicht verhindern, dass sein Team unterging. Die Tatsache, dass die WM-Vorbereitungen bereits beginnen, dürfte die Konzentration beeinträchtigen. Flick selbst bestätigte: „Es ist normal, dass die Spieler jetzt auch an die Weltmeisterschaft denken. Wir müssen das jetzt analysieren.“
Ein fragwürdiges Saisonfazit Flick äußerte sich zufrieden mit der Gesamtleistung der Mannschaft in dieser Saison, doch die heutige Vorstellung wirft einen langen Schatten auf diese Aussage. Die Frage ist, ob der FC Bayern die Kurve noch kriegen kann, bevor die WM-Fieber endgültig um sich greift. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft noch einmal die alte Dominanz entfalten kann oder ob die WM-Vorbereitungen die Saison zum Auslauf verurteilen.
Die Niederlage gegen Valencia ist mehr als nur ein sportliches Ergebnis. Sie ist ein Spiegelbild der aktuellen Gemütslage im Team und eine Warnung an Flick, die WM-Fantasien im Griff zu bekommen, bevor sie das ambitionierte Saisonziel gefährden. Denn eines ist klar: In der Welt des Profifußballs gibt es keine Zeit für Träumereien – nur für harte Arbeit und unbedingten Siegeswillen. Die Bilanz der Saison ist zwar positiv, aber die heutige Leistung zeigt, dass die Konzentration auf das Wesentliche nicht mehr gegeben ist. Und das könnte teuer werden.
