Valencia basket wirft real madrid raus – drama in berlin entscheidet die euroleague

Im Telekom Center schlägt Valencia Basket Real Madrid mit 94:91 und zieht als erster spanischer Außenseiter seit 17 Jahren in den Euroleague-Finals ein. Die Taronja beendeten damit die Serie der Königlichen, die zuvor acht der letzten zehn Duelle gewonnen hatte.

Die wende kam in der 28. minute

Ein 14:0-Lauf nach dem Seitenwechsel drehte die Partie. Guard Chris Jones traf zwei Dreier in Folge, Center Bojan Dubljevic versenkte den And-One gegen Edy Tavares – plötzlich führten die Valencianer mit sieben Punkten. Madrid-Coach Chus Mateo nahm zwei Time-outs, wechselte auf Zone, aber nichts half. Das Momentum war weg.

Real kam noch einmal heran. Sergio Llull verwandelte 28 Sekunden vor Schluss den Dreier zum 91:92. Doch Valencia antwortete kühl: Jones zog mit acht Sekunden den Foul-Draw, versenkte beide Freiwürfe. Madrids letzter Versuch prallte an der Seitenlinen aus – Aus.

Die zahlen sprechen für valencia

Die zahlen sprechen für valencia

Die Taronja erzielten 88 Punkte im Schnitt der Play-offs, gegen Panathinaikos drehten sie ein 0:2-Defizit. Real kam auf 92 Zähler pro Spiel, doch die Defensiv-Bilanz der Königlichen bröckelte: 103 Gegenpunkte kassierten sie in Spiel 5 gegen Tel Aviv, 94 nun in Berlin. Die 180-Punkte-Marke lag im Over/Under deutlich über den 173 der letzten Direktbegegnungen.

Der Handicap-Vorteil Madrids? Geschichte. In sechs Saisonduellen hatten die Blancos 31 Punkte Vorsprung gesammelt – heute reichte es nur noch für ein -3. Valencia dominierte die Offensive Boards 12:6 und verwertete zweite Chancen mit 18 Punkten.

Was das finale erwartet

Was das finale erwartet

Am Samstag trifft Valencia Basket auf Olympiakos Piräus. Die Spanier haben nun drei Siege in Serie gegen Top-Four-Gegner, ihre Dreier-Quote stieg in den letzten drei Partien auf 42 %. Real Madrid fliegt frustriert nach Hause – und muss sich fragen, warum ein 14-Punkte-Sieg im Liga-Endesa vor vier Wochen heute nichts zählte.

Valencia Basket ist im Finale. Die Taronja haben die Könige geschlagen – und damit die Euroleague umgeworfen.