Valencia basket weist atamans lagerhalle-vorwurf zurück: kein neuer raum für panathinaikos

Der türkische Meistercoach Ergin Ataman muss in Valencia erneut in dem kleinen Nebenraum neben dem Parkett umziehen, den er nach dem 84:102 im April öffentlich als „Lagerhalle“ verspottete. Der Klub bestätigte am Mittwoch, dass für das Viertelfinal-Hinspiel der EuroLeague am Dienstag derselbe Bereich reserviert bleibt – und laut internen Prüfprotokollen alle Regularien erfüllt.

Warum valencia nicht nachgibt

Die Liga hatte das 21-Quadratmeter-Kabäuschen zweimal inspiziert: einmal vor Saisonbeginn, ein zweites Mal nach Atamans Wutrede. Beide Male fiel das Testat „einwandfrei“ aus. „Wir verstehen den Ärger, aber das Büro von Chus Bueno hat uns keine Auflage gemacht“, sagt ein Vereinsvertreter. „Wenn die EuroLeague sagt, passt, dann passt.“

Die Vorgaben sind klar: exklusiver Bereich, eigene Schließanlage, Belüftung, zwei Waschbecken plus Safe – alles laut Checkliste vorhanden. Dass die Tür kein edles Mahagoni, sondern lackiertes Stahlblech ist, steht nicht im Regelwerk.

Atamans doppelboden

Atamans doppelboden

Der Coach hatte nach der Niederlage das Roig Arena als „beste Halle Europas“ bezeichnet, um im selben Atemzug sein Domizil als „respektlos“ zu diffamieren. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: 1,2 Millionen Euro investierte Valencia in die Umkleideetage – die Gästekabine für Spieler gleich nebenan ist 180 m² groß und mit LED-Stimmungslicht ausgestattet. Den Trainerraum wählte der Architekt bewusst kleiner, um den Sicherheitskorridor zum Parkett nicht zu verengen.

Panathinaikos reist nun mit demselben Kader, derselben Taktik – und wird im selben Büro mit dem kleinen „Lagerverbot“-Schild umkleiden. Die Ironie: Sollte Ataman im Rückspiel gewinnen, dürfte er genau diesen Spind wieder nutzen, um sich auf das Final Four vorzubereiten.