Valencia basket: dramatik in griechenland, entscheidung in valencia!

Ein furioser Sieg in Griechenland hat die Serie zwischen Valencia Basket und Panathinaikos Athen auf den Punkt gebracht. Pedro Martínez und sein Team haben im OAKA-Stadion den zweiten Auswärtssieg in Folge gefeiert und die Entscheidung nun in die spanische Hauptstadt verlegt. Doch die Freude ist getrübt von einer schwachen Leistung in der dritten Viertel und der Erkenntnis, dass die Aufgabe noch lange nicht erledigt ist.

Martínez warnt: „es ist noch nichts entschieden!“

Martínez warnt: „es ist noch nichts entschieden!“

Nach dem hart erkämpften Sieg äußerte sich der Trainer des Valencia Basket zurückhaltend. „Es war ein sehr schweres Spiel, beide Teams hatten ihre Chancen. Wir sind glücklich, aber Panathinaikos hat eine aggressive Verteidigung in der zweiten Hälfte gezeigt, die uns viele Probleme bereitet hat“, erklärte Martínez. Trotz eines starken ersten Viertels, in dem die Gäste brillierten, kam sein Team in der zweiten Spielhälfte ins Schwimmen. Ein besonderes Lob sprach er den Spielern Thompson, Taylor und Pardilla für ihre entscheidenden Aktionen aus, während er gleichzeitig die Defensive in der dritten Viertel kritisierte: „Wir haben 30 Punkte in diesem Viertel kassiert, teilweise weil wir müde waren, aber es war keine gute Verteidigungsarbeit.“

Einige hitzige Worte des dominikanischen Spielers Montero vor Beginn der Serie sorgten für zusätzliche Spannung. Martínez verteidigte seinen Spieler vehement: „Montero war niemals respektlos gegenüber Panathinaikos. Er sagte lediglich, dass wir bereit sein müssten, sie so oft zu besiegen, wie es nötig ist, um weiterzukommen. Er ist ein junger Mann mit einer unglaublichen Mentalität.“

Die Partie hatte sich im dritten Viertel zugespitzt, doch Martínez betonte die Fähigkeit seiner Mannschaft, sich zurückzukämpfen. „Ich habe ein fantastisches Team mit einer großartigen Mentalität. Nach den Niederlagen in Valencia habe ich ihnen gesagt, dass ich sehr stolz auf sie bin. Wir haben in Valencia gut gespielt, aber Panathinaikos war in den letzten Minuten der beiden Spiele besser.“ Die Trainer lobte die Widerstandsfähigkeit seiner Spieler und betonte, dass die Mentalität des Teams, unabhängig vom Ergebnis, stimmen müsse.

Die Rückkehr nach Valencia wird für beide Teams eine neue Herausforderung darstellen. „In diesem Moment ist es nicht wichtig, ob wir zu Hause oder auswärts spielen. Wir bevorzugen natürlich unser eigenes Publikum, aber am Ende haben beide Teams die Möglichkeit zu gewinnen, wie sie es während der Serie bewiesen haben.“ Der Sieg in Athen war bereits der dritte Erfolg des Valencia Basket in diesem Jahr im OAKA-Stadion.

Die Chance auf die erste Final Four in der Vereinsgeschichte steht nun vor dem Valencia Basket. „Es wäre historisch für uns, in die Final Four in unserem eigenen Stadion einzuziehen, und ein Sieg wäre noch besser. Man schaut auf die Geschichte dieses Vereins und die zahlreichen Euroliga-Titel… es ist ein legendärer Klub. Wir sind weit davon entfernt, aber wir sind ein viel kleineres, bescheideneres Team. Wir müssen sie respektieren.“

Martínez schloss seine Pressekonferenz mit einer Anerkennung der Leistung des gegnerischen Teams und dessen Fans. „Herzlichen Glückwunsch an Panathinaikos für die unglaubliche Atmosphäre, die ihre Fans schaffen und wie sie ihre Spieler unterstützen. Ich habe nichts Negatives zu sagen über ihr Verhalten. Ich hoffe, dass wir in Valencia eine ähnliche Unterstützung erhalten.“ Auch Ergin Ataman, der Trainer von Panathinaikos, erhielt ein wohlwollendes Urteil: „Als Mensch bin ich nicht der Richtige, um ihn zu beurteilen. Als Profi habe ich ihm den größten Respekt, er macht seine Arbeit, und ich meine.“

Die Entscheidung wird in Valencia fallen. Und man darf gespannt sein, wer am Ende die Historie schreiben wird. Die Serie hat gezeigt: Es ist alles offen.