Valencia: angriffsschwachheit droht abstiegskampf!

Ein Blick auf die Saison des FC Valencia offenbart ein erschreckendes Bild: Das Team kämpft nicht nur mit Ergebnissen, sondern auch mit einem tief sitzenden Charakterproblem. Die Zahlen lügen nicht und zeichnen ein düsteres Bild der Leistungsfähigkeit der Fledermäuse.

Die offensive-misere: ein teufelskreis

Die offensive-misere: ein teufelskreis

Während andere Top-Teams in der Liga reihenweise Tore markieren, ringt Valencia mit der Frage, wie man überhaupt Chancen kreiert. Ein erschreckender Fakt: In der ersten Halbzeit der Spiele erzielte Valencia in 31 Partien lediglich neun Treffer – ein Wert, der nur von den bereits abgestiegenen Cremonese in der Serie A und dem Ligue 1-Absteiger Angers unterboten wird. 0,29 Tore pro Spielabschnitt sind ein trauriger Beweis für die fehlende Durchschlagskraft.

Es ist nicht so, dass das Team komplett versagt. In der zweiten Hälfte der Saison gab es Verbesserungen, doch die grundsätzliche Schwäche bleibt bestehen. Die Schwierigkeit, ein Spiel zu dominieren und eine klare Spielidee umzusetzen, ist offensichtlich. Was niemand so recht sagen will: Valencia ist nicht das schlechteste Team in der Liga, was das Toerverhältnis angeht, aber in der ersten Halbzeit ist es regelrecht ideenlos. Ein Beispiel: Gegen Celta Vigo ging man in Führung, verspielte diese aber durch eine erschreckend schwache zweite Hälfte.

Ein weiterer alarmierender Wert: Valencia führt in der Tabelle der Minuten, in denen ein Team in Führung liegt, nur an zweiter Stelle – hinter dem Rayo Vallecano. Lediglich 16,5% der Spielzeit verbringt das Team in Überlegenheit. Das bedeutet, dass die Mannschaft selten das Spiel kontrolliert und oft von hinten aufholen muss – ein riskantes Spiel, das selten erfolgreich ist.

Die Situation ist ernst. Valencia ist nur drei Punkte vor dem Abstiegskampf und reagiert in den letzten Monaten eher chaotisch, mit sechs Siegen und sechs Niederlagen. Es ist ein Teufelskreis, aus dem sich das Team nur schwer befreien kann. Der Trainer Corberán hat es selbst erkannt: “Wir müssen die Punkte holen, die nötig sind, um in der Primera División zu bleiben. Das ist unser kurzfristiges Ziel.”

Die Hoffnung liegt auf einer Wende, aber die Vergangenheit lässt wenig optimistisch werden. Es bleibt abzuwarten, ob Valencia seine Schwächen in den verbleibenden Spielen überwinden kann, oder ob der Abstiegskampf am Ende doch noch die Oberhand gewinnt. Die Zeit drängt, und die Verantwortlichen müssen handeln, bevor es zu spät ist.