Usa patzt gegen italien: armani-espresso statt viertelfinale

Die Baseball-Welt verliert den Atem. Gastgeber USA kassiert eine 8:6-Pleite gegen das Team, das nur als Statist auftreten sollte – und schon steht der Titelverteidiger mit dem Rücken zur Wand.

Armani und espresso: italiens antwort auf powerplay

Statt Schlagwürfe zelebrierte jedes italienische Solo-Homerun den nächsten Espresso – serviert im schwarzen Armani-Sakko. Die Bilder gehen viral, die Message ist klar: Wir sind hier nicht Zuschauer, wir sind Gegner mit Klasse.

Für Aaron Judge und Co. war das Spiel nach 3.000 Sold-out-Rufen in Miami eigentlich ein Schaulaufen. Doch schon im zweiten Inning fiel der Favorit in einen Schlagloch: drei Runs, ein Error, ein verpasster Cut-off. „Wir haben die Rechnung komplett falsch gemacht“, sagte US-Coach Mark DeRosa nach dem Abpfiff und klang wie ein Student, der vor der Klausur die falsche Lektüre aufgeschlagen hatte.

Die US-Stars hatten nach dem 5:3 gegen Mexiko bis drei Uhr morgens gefeiert – Baseball-Fans erkennen das Muster: Wer tanzt, verliert den Rhythmus am Schlag.

Tabellenrechner statt ticker: jetzt zählt jede run

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Italiens Kader besteht größtenteils aus Italo-Amerikanern der MLB-Farm-Systeme. Sie kennen die US-Scouts, sie kennen die US-Pitches – und sie nutzen dieses Insider-Wissen eiskalt. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen stehen die Squadra Azzurra als Gruppenprimus da, während die USA auf fremde Hilfe angewiesen sind.

Szenario eins: Italien schlägt Mexiko. Die USA rutscht als Zweiter weiter – Halbfinale, Joker-Modus, alles offen. Szenario zwei: Mexiko gewinnt. Dann kommt es auf die Run-Differenz an. Lassen die Italiener fünf oder mehr Runs zu, fliegt der Titelverteidiger vorzeitig nach Hause. Die Statistik lügt nicht: In 95 % der Fälle verlassen Teams mit negative Vorzeichen die Gruppenphase.

Die US-Fans toben, die italienische Bank singt. Und irgendwo in Mailand bereitet ein Barista bereits die nächste Runde Espresso vor – für ein Viertelfinale, das niemand auf dem Zettel hatte.