Us open: clark dominiert – rahm und mcilroy patzen!

Shinnecock Hills – Ein Tag voller Überraschungen und enttäuschter Hoffnungen beim US Open. Während Wyndham Clark seine Führung ausbaut und den Turniermodus klar zu dominieren scheint, scheiterten zwei der größten Stars aus der LIV Golf an den Erwartungen und verpassten den Cut. Der Wind kehrte zurück, doch er brachte kaum Bewegung im Tableau.

Clark baut vorsprung aus, gegner im hintertreffen

Wyndham Clark, der Titelverteidiger, lieferte eine beeindruckende Vorstellung mit einer 69er Runde und behauptete seine Führung mit vier Schlägen Vorsprung vor seinen Verfolgern. Seine aktuelle Form ist schlichtweg herausragend: Nach dem Sieg bei der Byron Nelson und den Top-10-Platzierungen bei der Memorial und im Canadian Open ist es kein Zufall, dass er hier in Führung liegt. Clark puttet wie ein Besessener und seine Eisenarbeit ist von Engelsgleichheit. Er scheint den Turniermodus in der Hand zu haben, und die Erinnerung an seinen Sieg im Los Angeles Country Club lastet nicht, sondern spornt ihn an.

Doch es gibt eine Anekdote, die man nicht unerwähnt lassen sollte: Der Oakmont Country Club verhängte im vergangenen Jahr ein lebenslanges Startverbot gegen Clark, nachdem er eine Kasse gestürmt hatte. Ein Temperament, das ihn antreibt, aber auch immer wieder in Schwierigkeiten bringt. „Ich habe im letzten Jahr viel Kritik einstecken müssen, und zu Recht“, gestand Clark nach seiner Runde. „Was damals passiert ist, definiert nicht, wer ich bin. Es war nur ein schlechter Moment.“ Er glaubt fest daran, dass ein Ergebnis im zweistelligen Bereich am Sonntag den Sieg bedeuten wird.

Hinter Clark lauern erfahrene Kämpfer wie Xander Schauffele, der bereits zwei Majors und eine olympische Goldmedaille gewonnen hat, und Matt Fitzpatrick, der als Ryder-Cup-Held in Bethpage bekannt ist, nur wenige Kilometer von Shinnecock Hills entfernt. Auch der Koreaner Tom Kim und der Sam Stevens gehören zu den Herausforderern, zu denen auch Namen wie Rory McIlroy und Scottie Scheffler zählen.

Stars straucheln: mcilroy und dechambeau fehlen

Stars straucheln: mcilroy und dechambeau fehlen

Ein bitterer Tag für die LIV-Stars Bryson DeChambeau und Jon Rahm, die beide den Cut verpassten. Rory McIlroy, der nach einer kurzen Phase des Aufschwungs mit drei Birdies in Folge wieder ins Straucheln geriet. Drei Bogeys in Serie vom 10. bis zum 12. Loch zerstörten seine Ambitionen, und ein Triple-Bogey auf der 15. bestätigten sein Ausscheiden.

Auch Scottie Scheffler kämpfte mit seinem Putterspiel und verabschiedete sich mit einem enttäuschenden 68. Die Tatsache, dass beide Top-Spieler so früh ausscheiden, wirft Fragen auf, wie gut sie sich an die harten Bedingungen und die anspruchsvollen Grüns anpassen können.

Die Entscheidung ist noch lange nicht gefallen. Es bleibt spannend, wer am Ende die prestigeträchtige Trophäe in den Händen hält. Clark mag im Moment die Nase vorn haben, aber im Golfsport ist nichts so sicher wie der morgige Tag.